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QphoX sammelt 2 Mio Euro ein, um Quantencomputing mit seinem bahnbrechenden Quantenmodem skalierbar zu machen

11. Mai 2021

  • Die Verbindung von Quantencomputern über das “Quanteninternet” wird es Quantencomputern erstmals ermöglichen, miteinander zu kommunizieren und so schneller mehr zu erreichen.
  • QphoX hat das Quantenmodem an der Technischen Universität Delft konzipiert und wird es zu einem kommerziellen Produkt entwickeln, das als Schnittstelle für das Quanteninternet dienen soll.
  • Die Investmentrunde wurde von Quantonation, Speedinvest und High-Tech Gründerfonds angeführt, mit einer Beteiligung von der TU Delft

Das Startup für Quantentechnologie QphoX hat 2 Millionen Euro eingesammelt, um sein Quantenmodem auf den Markt zu bringen. Dieser Schritt wird einen großen Einfluss darauf haben, was mit dieser revolutionären Rechentechnologie erreicht werden kann. Die Finanzierungsrunde wurde von Quantonation, Speedinvest und dem High-Tech Gründerfonds angeführt, mit Beteiligung der TU Delft.

QphoX hat das Quantenmodem entwickelt, ein bahnbrechendes Gerät, das es Quantencomputern ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und so das Potenzial des “Quanteninternets” zu erschließen. Quantencomputer werden weithin als der nächste große Schritt vorwärts in der Computertechnik angesehen, da sie ermöglichen, komplexe Probleme viel schneller zu lösen, als dies mit Standardcomputern möglich wäre. Diese Technologie hat das Potenzial, die Möglichkeiten in Bereichen wie Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und Big-Data-Forschung zu verändern.

Als erstes Unternehmen, das die Quantentransduktion über die Grenzen von Universitätslaboren hinausführt, wird QphoX das an der Technischen Universität Delft (TU Delft) konzipierte Quantenmodem zu einem kommerziellen Produkt weiterentwickeln, das die Bereiche Quantencomputing und Quantenkommunikation vereint. Durch die Vernetzung separater Prozessoren wird das Modem Quantencomputern eine Skalierung über 10s oder 100s Qubits hinaus ermöglichen und sie in die Lage versetzen, komplexe Aufgaben zu bearbeiten, die für traditionelle Computer unzugänglich sind.

Dank dieser Investition werden wir in der Lage sein, das fehlende Bindeglied zwischen Quantencomputern und dem Quanteninternet zu schaffen und bereitzustellen, sowie die Skalierung von Quantenprozessoren weiter zu unterstützen, um ihre Rechenleistung zu realisieren.

Simon Gröblacher, CEO und Mitgründer von QphoX

QphoX wird die Leistung des Quantenmodems weiter verbessern und sein erstes eigenständiges Produkt entwickeln, um die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern zu beginnen. Mit den kontinuierlichen Fortschritten sowohl bei Quantenprozessoren als auch bei Netzwerken ist die Quantenmodem-Technologie von QphoX bereit, der Katalysator zu sein, der die Interaktion zwischen den beiden Technologien beschleunigt und neue Anwendungen in der vernetzten Quanteninformationsverarbeitung ermöglicht, wie beispielsweise den Fernzugriff auf Quantenressourcen und zertifiziertes Quantencomputing.

Wir wollen in Startups im Seed-Stadium investieren, die die Zukunft gestalten, und QphoX ist gut positioniert, um einen großen Einfluss auszuüben. In den nächsten Jahren wird es rasche Fortschritte bei Quantencomputern geben. Das von QphoX entwickelte Quantenmodem ermöglicht die Entwicklung von Quantencomputern, die den Quantenvorteil (engl.: quantum supremacy) durch die Kombination separater Quantenprozessoren demonstrieren. Und wir sind stolz darauf, Simon, Fred und Rob auf diesem Weg zu unterstützen.

Rick Hao, Principal bei Speedinvest Deep Tech Team

Das Gründerteam von QphoX hat die einzigartige Fähigkeit bewiesen, Quantenoptik, Glasfaserkommunikation, die Herstellung von Geräten im Nanomaßstab und supraleitende Mikrowellenschaltungen zu nutzen, um die Kohärenz, die eine zentrale Eigenschaft von Quantengeräten ist, über eine Entfernung zu übertragen und dabei zu erhalten. Wir freuen uns sehr, unsere erste Investition in das blühende niederländische Quanten-Ökosystem zu tätigen und einmal mehr zur Entstehung der europäischen Quantenindustrie beizutragen.

Christophe Jurczak, Partner bei Quantonation

Die TU Delft beteiligt sich über Delft Enterprises an der Runde.

Quantentechnologie ist einer der Hauptschwerpunkte unserer Universität. Die TU Delft betreibt nicht nur bahnbrechende Forschung im Bereich Quantencomputing und Quanteninternet, sondern möchte auch einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten. Deshalb unterstützen wir die Entwicklung von Spin-off-Unternehmen, die das Versprechen der Quantentechnologie umsetzen wollen. Wir sind stolz auf das QphoX-Gründerteam und freuen uns, dass diese Investition ihnen ermöglicht, ihre Ambitionen zu verwirklichen.

Ronald Gelderblom, Investment Director bei Delft Enterprises

Das Team von Qphox ist auf dem Weg, Quantencomputing skalierbar zu machen und auf der Grundlage ihrer bahnbrechenden Forschung starken Einfluss auf auf praktische Anwendungen zu erzielen. Unserer Ansicht nach haben die Quantenmodems von Qphox das Potenzial, ein unverzichtbarer Bestandteil der Quantencomputer-Architektur der Zukunft zu werden. Wir freuen uns das Team auf diesem Weg unterstützen zu können!

Olaf Joeressen, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds

Kontakt QphoX
QphoX B.V.
Lorentzweg 1, 2628 CJ Delft
Tel: +31 15 2786124
info@qphox.eu
https://qphox.eu

Über Quantonation
Quantonation ist der erste Risikokapitalfonds, der sich spezifisch mit Quantentechnologien und innovativer Physik befasst. Bereiche wie Materialdesign, Hochleistungsrechnen, Cybersicherheit oder hochpräzise Messungen werden jetzt von Innovationen angetrieben, die auf diesen disruptiven Technologien basieren. Quantonations Ziel ist es den Übergang zu marktfähigen Produkten für die Industrie zu unterstützen. Quantonation hat seinen Hauptsitz in Paris, Frankreich, und investiert weltweit.
Erfahren Sie mehr: https://www.quantonation.com

Über Speedinvest
Speedinvest ist ein europäischer Risikokapitalfonds mit mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 400 Mio. EUR und Niederlassungen in Berlin, London, München, Paris, Wien und San Francisco. Mit einer branchenorientierten Investmentstruktur finanziert Speedinvest innovative Technologie-Startups in den Bereichen Deep Tech, Fintech, Industrial Tech, Network Effects, Digital Health und Subscriptions. Speedinvest betreut und unterstützt mit seinem globalen Netzwerk und operativen Experten der hauseigenen Platform+ ein Portfolio von fast 200 Unternehmen – in Europa sowie bei der Expansion in den US-Markt.
Erfahren Sie mehr: www.speedinvest.com

Über die TU Delft
Als Erbauer des weltberühmten niederländischen Wasserwerks und Pionier der Biotechnologie ist die TU Delft eine führende internationale Universität, die Wissenschaft, Entwicklung und Design vereint. Als älteste und größte technische Universität der Niederlande bietet die TU Delft erstklassige Ausbildung, Forschung und Innovation. Generationen ihrer Ingenieure haben sich als unternehmerische Problemlöser im geschäftlichen und sozialen Kontext erwiesen. Die acht Fakultäten der TU Delft bieten 16 Bachelor- und mehr als 32 Masterstudiengänge an. Mehr als 25.000 ihrer Studenten und 6.000 ihrer Mitarbeiter sind fasziniert von Wissenschaft, Design und Technologie. Ihre gemeinsame Mission: Einfluss ausüben für eine bessere Gesellschaft.
https://www.tudelft.nl/

Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 mehr als 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Fast 3 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.700 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 120 Unternehmen erfolgreich verkauft.
Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Unternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.
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