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lino Biotech schließt Seedfinanzierung ab, um markierungsfreie Biosensorik für Medikamentenentwicklung zu entwickeln

Nach fast einem Jahrzehnt gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit zur fokalen Molographie bei Roche Diagnostics und an der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich hat lino Biotech AG diese innovative Technologie lizenziert. Um die Weiterentwicklung und Kommerzialisierung voranzutreiben, hat das Unternehmen eine Finanzierung im einstelligen Millionenbereich von namhaften Investoren wie High-Tech Gründerfonds, Roche Ventures und mehreren Family Offices erhalten.

Die umfassend patentierte fokale Molographie-Technologie ermöglicht einen markierungsfreien Nachweis von Biomolekülen mittels Beugung von Laserlicht an einem molekularen Gitter aus ebendiesen Biomolekülen. Normalerweise störende Umweltfaktoren wie Temperaturveränderungen oder unspezifische Bindungen an dem Sensor bilden kein Gitter aus und werden daher nicht detektiert. Die Biosensor-Plattform von lino bietet damit Industriepartnern und Forschern einzigartige Möglichkeiten der Untersuchung molekularer Wechselwirkungen in lebenden Zellen. Besonders entscheidend ist hierbei, dass die hohe Robustheit der Technologie erstmals eine Messung von intra- wie auch extrazellulär Bindungen an Membranproteinen erlaubt, was die Untersuchung von biochemischen Signalwegen erleichtert. Das Verständnis dieser Signalwege bildet die Grundlage für die erfolgreiche pharmazeutische Wirkstoffentwicklung. Weitere Anwendungen sind unter anderem im Bereich Bioprocessing möglich. Für erste Industriepartner bietet lino Biotech die Technologie im Rahmen von Auftragsforschung und Kollaborationen an.

Unsere Experimente mit Pharmapartnern haben das große Potential der fokalen Molographie bestätigt. Aber wir stehen gerade erst am Anfang, was unser Verständnis und die Nutzung der Möglichkeiten dieser Plattform angeht. Wir evaluieren derzeit beispielsweise das Potenzial der Überwachung mehrerer Parameter in Bioreaktoren sowie eine weitere Pharma-Anwendung, bei der über mehrere Tage und in Echtzeit hochaffine pharmazeutisch relevante Wechselwirkungen gemessen werden. Zwei sehr unterschiedliche Anwendungen für verschiedene Kunden, die beide mit der vorhandenen Technologie realisierbar erscheinen

Dr. Mirko Stange, CEO der lino Biotech AG

Die Molographie eröffnet die Möglichkeit, mehrere Assays in einer einzigen Messung an lebenden Zellen zu kombinieren. So können individuelle Informationen zu zielspezifischen Wechselwirkungen erhoben und die Entwicklungszeiten neuer Wirkstoffe erheblich verkürzt werden.

Dr. Martin Pfister, Principal beim High-Tech Gründerfonds

Die lino Biotech AG stellt ihre Biosensor-Plattform erstmals vom 17. bis 21. November 2020  auf der DxPx Investorenkonferenz vor.

Über die lino Biotech AG:
lino Biotech AG wurde im März 2020 als ETH Zürich Spin-off gegründet und durch Venture Capital des Roche Venture Funds, des High-Tech Gründerfonds und mehrerer LifeScience Family Offices finanziert. lino bietet Industriepartnern und Forschern einzigartige Möglichkeiten der Untersuchung molekularer Wechselwirkungen in lebenden Zellen.

Kontakt
Dr. Mirko Stange
m.stange@lino-biotech.com

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Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,7 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.600 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen. Die Fondsinvestoren

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