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Im Mittelstand bewährt: Das B2B-Tech-Start-up FINDIQ sammelt 1 Mio. EUR, um der allwissende Service-Assistent für industrielle Maschinen zu werden

28. Juni 2023

  • Das B2B Tech-Start-up FINDIQ widmet sich dem KI-basierten Wissenstransfer im Maschinenservice
  • Das aufstrebende Unternehmen aus der Industrieregion Ostwestfalen-Lippe sichert sich das Vertrauen des Mittelstands, zuletzt des Weltmarktführers Phoenix Contact
  • 1 Mio. EUR Pre-Seed Funding zur Expansion in weitere Sektoren und Regionen kommen jetzt von namhaften Investoren wie dem High-Tech Gründerfonds, Auxxo Female Catalyst Fund und Notion Capital

Herford, 28. Juni 2023 – Für ihre Vision, ein zentrales Wissenssystem für den Maschinenservice zu entwickeln und damit ein wesentliches Rückgrat insbesondere für die mittelständische Industrie zu werden, konnte sich das Team 1 Mio. Euro Venture Capital sichern. Zu den Investoren zählen neben dem High-Tech Gründerfonds und dem Auxxo Female Catalyst Fund auch namhafte Business Angels wie Stefan Tietze, Dr. Bettina Volkens und Annjana Engler-Sass. Besondere internationale Anerkennung erhält FINDIQ durch die Beteiligung des renommierten Londoner Venture Capital Fonds Notion Capital.

Dem Thema Wissensmanagement erfuhr vor 20 Jahren schon einmal eine große Aufmerksamkeit, geriet dann aber aus dem Fokus. Jetzt, da die Industrie vor signifikanten demografischen Herausforderungen steht und sich auf eine dauerhaft erhöhte Fluktuation einstellen muss, wird die Nutzbarmachung von Wissen existenziell relevant. Mit dem neuen Kapital wollen wir uns auf das zunehmend erkennbare internationale Ausmaß dieser Problematik vorbereiten.

Sina Kämmerling, CEO und Mitgründerin von FINDIQ

Während die Komplexität von Maschinen und Anlagen sowie den Prozessen, die auf ihnen laufen, in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, nimmt die Expertise zur Bewältigung der Komplexität immer weiter ab. Zwar existieren datenbasierte Ansätze wie Condition Monitoring oder Predictive Maintenance, die die notwendige Transparenz über einen Maschinenzustand liefern. Diesen zu interpretieren und die richtige Servicemaßnahme abzuleiten, passiert aktuell allerdings noch über das Expertenwissen in den Köpfen weniger. Angesichts des zunehmenden Mangels eben dieser Servicetechniker bzw. Instandhalter steuert die Industrie auf eine signifikante Wissenslücke zu, die sich schon heute in Instabilität und steigenden Kosten im Maschinenbetrieb und -service niederschlägt.

FINDIQ hat sich zur Aufgabe gemacht, dieser Wissenslücke entgegenzuwirken. Hierzu wurde eine Software entwickelt, die erstmals den Transfer von Expertenwissen im Service auf intelligente und skalierbare Weise möglich macht. Dazu integriert das Team Wissensmanagement und Assistenzsystem in einer zentralen Software. Die Ein- und Ausgabe des Wissens erfolgt so einfach und schnell wie bei keiner anderen Lösung. Die komplexe Verarbeitung, d.h. den Wissenstransfer, übernehmen eigens entwickelte KI-Verfahren im Hintergrund. Im Ergebnis steigert die Software die Produktivität und Qualität der Serviceeinsätze erheblich und setzt so neue Potenziale frei, auch bei abnehmenden personellen Ressourcen.

„Uns freut ganz besonders, dass mittelständische Maschinenbauer wie Venjakob Maschinenbau GmbH und größere Hidden Champions wie Phoenix Contact mit uns nicht nur schnell, sondern zum Teil erstmalig die Kooperation mit einem Start-up eingehen. Das spricht dafür, dass etablierte Industrieunternehmen unserer KI-gestützten Software vertrauen und vor allem dafür, dass wir einen Markt mit einem relevanten Problem und großem Potenzial adressieren,“ erläutert Sina Kämmerling, CEO und Mitgründerin.

Teamfoto FINDIQ
Team von FINDIQ

Mit der Phoenix Contact GmbH & Co. KG konnte FINDIQ zuletzt einen weiteren großen Hidden Champion gewinnen. Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer und macht Milliardenumsätze mit der Herstellung von Komponenten, Systemen und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. Mit FINDIQ digitalisiert das Unternehmen jetzt sein Expertenwissen zu den teils selbst hergestellten Maschinen in der Produktion, um Prüf- und Serviceprozesse schichtübergreifend zu beschleunigen.

Wir haben FINDIQ in unseren Fachbereichen der Produktions- und Prüftechnik bei Phoenix Contact vorgestellt und sind sofort auf große Nachfrage nach dem sehr ergebnisversprechenden Ansatz gestoßen. Auch das Team hinter FINDIQ in unserem Netzwerk zu wissen ist eine Bereicherung, nicht zuletzt weil ihr Geschäftsmodell hochrelevant für unsere gesamte Branche ist.

Marcus Böker, Geschäftsführer Phoenix Contact Innovation Ventures

Bisher konnte FINDIQ seit seiner Gründung im April 2022 seine Kundenanzahl und Umsätze bereits versechsfachen, trotz hoher Belastungen im Mittelstand durch steigende Energiekosten und unsichere Märkte. Gerade seit Beginn 2023 verzeichnet FINDIQ eine deutliche Zunahme von Anfragen von Maschinenbauern und -betreibern, die sich durch das Ausscheiden einer ganzen Generation von Fachkräften unmittelbar dem Wissenstransfer widmen müssen.
Entsprechend wurde das Team um weitere Softwareentwickler und Industrieexperten erweitert. Die frischen finanziellen Mittel ermöglichen es FINDIQ, die wachsende Kundenbasis jetzt auch überregional zu betreuen und ersten internationalen Aktivitäten nachzugehen.

Wir waren von Anfang an vom Team und seiner umfassenden Vision überzeugt. Sina Kämmerling und ihre Mitgründer Tommy Giesbrecht und Patrick Deutschmann bringen eine großartige Kombination aus Industrieerfahrung, technischem Know-how und absolutem Ehrgeiz mit, um mit FINDIQ den Markt für Maschinenservice zu revolutionieren.

Martin Möllmann, Senior Investment Manager beim HTGF

FINDIQ ist für uns das Ada Health für Maschinen. Es ist besonders relevant mit dem Detail- und Fachwissen in diesem Bereich, da immer mehr Maschinenführer in Rente gehen und schwer zu ersetzen sind. Für die kurze Zeit, die FINDIQ bisher am Markt aktiv ist, haben sie beeindruckende Fortschritte gemacht und namhafte Kunden gewonnen, was ihren passenden Product-Market Fit demonstriert.

Dr. Gesa Miczaika, General Partner bei Auxxo Female Catalyst Fund

Neben dem HTGF, der auf ein großes Netzwerk an Industrieunternehmen in Deutschland zurückgreift, unterstützen renommierte Fonds und Business Angels wie Auxxo Female Catalyst Fund und Stefan Tietze beim Wachstum der Organisation. Die Ex-Lufthansa Vorständin Dr. Bettina Volkens und Annjana Engler-Sass aus dem Encourage Ventures Netzwerk tragen zusätzliche Kontakte von Konzern bis Hidden Champion bei. Zu guter Letzt bestätigt die Beteiligung von Notion Capital auch aus internationaler Sicht das Wachstumspotenzial und deren Unterstützungswillen, dies gemeinsam auszuschöpfen.

„Unser Ziel ist jetzt über die aktuellen Fokusdomänen der Prozessindustrie hinaus weitere Industriesektoren zu erobern und mit ihnen weitere Wissensfelder im Maschinenservice auf intelligente Art und Weise zu erschließen“, sagt Sina Kämmerling.

Über FINDIQ
FINDIQ ist ein B2B Tech SaaS Start-up, das sich auf den Wissenstransfer im Maschinenservice spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt eine Software, die erstmals intelligent Wissensmanagement- und Assistenzsystem integriert. So macht sie das Expertenwissen von erfahrenen Servicetechnikern für die zukünftige Generation an Mitarbeitern nutzbar und sichert so langfristig die Servicequalität sowie Verfügbarkeit von Maschinen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.findiq.de.

Medienkontakt 
FINDIQ GmbH 
Senada Memic, Marketing Manager  
T.: +49 1590 4353441
senada.memic@findiq.de

Über den Auxxo Female Catalyst Fund
Der von Dr. Gesa Miczaika und Bettine Schmitz gegründete Auxxo Female Catalyst Fund hat das Ziel, ein Portfolio der stärksten Gründerinnen Europas aufzubauen und dadurch die Geschlechterparität in der Venture Capital-Szene zu beschleunigen. Der mit 19 Millionen Euro ausgestattete Co-Investmentfonds konzentriert sich auf Investitionen in Europäische Unternehmen in der Pre-seed und Seed-Phase mit mindestens einer Gründerin im Team.

Medienkontakt 
Auxxo Fund Management GmbH 
Alena Redeker, Investment Professional   
T.: +49 17631621003
alena@auxxo.de

Über Notion Capital  
Notion Capital ist ein europäischer B2B SaaS- und Cloud-VC mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar und bisher mehr als 100 Investitionen. Das Notion-Team hat zwei sehr erfolgreiche SaaS-Unternehmen – Star und MessageLabs – gegründet, aufgebaut und wieder verkauft und investiert ausschließlich in außergewöhnliche Gründer mit dem Ziel, globale Marktführer zu schaffen. Zum Portfolio von Notion gehören GoCardless, Mews, Paddle, Unbabel und YuLife. Notion ist auch der Gründer von Included VC, dem Venture-Capital-Stipendium für Personen aus verschiedenen und übersehenen Communities aus der ganzen Welt.

Medienkontakt 
Notion Capital Managers LLP.
Kamil Mieczakowski, Principal
T.: +44 7917668205
kmieczakowski@notion.vc

Über den High-Tech Gründerfonds   
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential und hat seit 2005 mehr als 700 Start-ups begleitet. Mit dem Start des vierten Fonds hat der HTGF rund 1,4 Milliarden Euro under Management. Das Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Mehr als 4,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 2.000 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 160 Unternehmen erfolgreich verkauft. 
Zu den Fondsinvestoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, die KfW Capital sowie 45 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.  

Medienkontakt 
High-Tech Gründerfonds Management GmbH 
Tobias Jacob, Senior Marketing & Communications Manager  
T.: +49 22882300121 
t.jacob@htgf.de

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