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Disruption im Inkontinenzmarkt: MedTech-Startup inContAlert sichert sich EUR 1,5 Mio. Pre-Seed-Finanzierung

6. September 2023

  • An der Pre-Seed-Finanzierungsrunde beteiligen sich der High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital, der Carma Fund sowie renommierte Business Angels aus Deutschland und Großbritannien.
  • Das MedTech-Startup entwickelt ein Wearable zur Messung des Blasenfüllstands für Inkontinenzpatienten.
  • Die Zulassung des Medizinproduktes soll Anfang 2024 erfolgen.

Bayreuth, 06.09.2023 – Das Bayreuther MedTech-Startup inContAlert erhält eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Angeführt wird die Runde von dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und dem Carma Fund, unter der Beteiligung renommierter Business Angels aus der Medizintechnik wie dem Ex-CEO von Fresenius Biotech und der Ovesco AG Prof. Dr. Thomas Gottwald und dem ehemaligen Siemens-Healthineers-Manager Dr. Jörg Stein, der britischen Nialls Foundation, dem Software-Unternehmer Richard Reiber und dem MedTech-Spezialisten Marcus Irsfeld.

Allein in Deutschland leben rund 2,2 Millionen Betroffene, die durch die disruptive Technologie von inContAlert in ihrem Alltag unterstützt werden können. Das Startup entwickelt eine Sensortechnologie, die Inkontinenz-Patienten beim täglichen Blasen-Management unterstützt. Das Gerät wird oberhalb des Schambeins, etwa in Höhe eines Gürtels, getragen und erfasst dort kontinuierlich Daten über die Blase. Diese Daten werden über Machine- und Deep-Learning-Algorithmen ausgewertet. Patienten können in einer App die Informationen über den optimalen Zeitpunkt für die Entleerung der Blase abrufen. Die App warnt auch rechtzeitig vor einem zu hohen Blasenfüllstand.

Die initiale Zielgruppe von inContAlert umfasst Patienten mit neurogenen Blasenstörungen, unter anderem bei Querschnittlähmung, Multiple Sklerose, Blasenkrebs, oder Parkinson. Auch für Kinder, die Probleme mit Bettnässen haben, kann die Technologie in Zukunft Abhilfe schaffen. Durch die bedarfsgerechte Entleerung zum richtigen Zeitpunkt können Hilfsmittel wie Windeln oder der Verbrauch von Kathetern reduziert werden und das gesundheitliche Risiko von Schädigungen des Harntraktes und der Nieren wird gesenkt.

inContAlert®-App und Sensor, der durch ein elastisches Textilband am Körper getragen wird.

Das Investment dient der Durchführung von Studien, dem Erhalt der CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt und der Vorbereitung des Markteintritts.

Anders als gängige Hilfsmittel im Inkontinenzbereich setzt unsere Technologie schon einen Schritt vorher an: inContAlert gibt einen Alarm, bevor es zu spät ist. Betroffene erlangen die Kontrolle über ihre eigene Blase zurück. Die positiven Rückmeldungen von Patienten und Ärzten treiben uns immer weiter an und zeigen die Notwendigkeit neuer Lösungen für ein zeitgemäßes und würdevolles Harnblasenmanagement.

Jannik Lockl, CEO & Co-Founder von inContAlert

Die Technologie hinter inContAlert ist faszinierend. Man merkt wieviel Leidenschaft und „Out-of-the-Box“-Denken das Team in die Entwicklung gesteckt hat. Sie bringen die besten Voraussetzungen für die Etablierung eines erfolgreichen Unternehmens mit. Ihr gleichzeitig wissenschaftlicher Esprit und unternehmerischer Pragmatismus sind außergewöhnlich.

Prof. Dr. Thomas Gottwald, Business Angel & Board Member

inContAlert bricht das Tabu-Thema Inkontinenz. Mithilfe ihrer Technologie kann einem großen Patientenkreis auf täglicher Basis geholfen und ihre Lebensqualität wieder auf ein normales Niveau gebracht werden. Patienten und Pflegekräfte gewinnen die Kontrolle über das Entleerungsmanagement, wodurch sich die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem maßgeblich erhöht.

Jakob Lilienweiss, Investment Analyst beim HTGF

Neben den positiven Effekten auf die Versorgungqualität von Inkontinenz-Patienten zeigen auch die ökonomischen Effekte, die durch effizienten Hilfsmittel- und Personaleinsatz sowie Vermeidung von Folgeerkrankungen erzielt werden, den übergreifenden Wert von inContAlert. Wir sind überzeugt vom Potential dieser Technologie den Inkontinenzmarkt neu zu ordnen.

Markus Mrachacz, Managing Partner bei Bayern Kapital

Die hervorragend ausgebildeten Gründer von inContAlert kommen aus verschiedenen Bereichen und vereinen das Gros der benötigten Fähigkeiten im Team. Ihre Passion ist es, den Markt für Inkontinenz zu revolutionieren. Motivation, Engagement und Ideenreichtum des jungen Teams von inContAlert stechen hervor und sind die zentralen Faktoren ihrer bisherigen und künftigen Erfolge.

Christian Leikert, Managing Partner beim Carma Fund

Das Team von inContAlert (Foto: inContAlert)

Über die inContAlert GmbH
Die inContAlert GmbH wurde im September 2022 im Ökosystem der Universität Bayreuth gegründet. Das Sensorsystem des MedTech-Startups ermöglicht es Patienten mit neurogener Blasenfunktionsstörung ihre Blase bedarfsgerecht zu managen. Nach der Initiierung des Startups im Jahr 2017 durch Dr. Jannik Lockl und Tristan Zürl, sind im weiteren Verlauf Nicolas Ruhland und Pascal Fechner als Co-Gründer mit eingestiegen. Als erste große Meilensteine gewann das Team 2019 den Medical Valley Award und erhielt 2021 die begehrte Ausgründungsförderung „EXIST-Forschungstransfer“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Das Startup beschäftigt mittlerweile 13 Personen an den Standorten in Bayreuth und Trautskirchen (Mittelfranken). https://incontalert.de/

Medienkontakt
inContAlert GmbH
Dr. Jannik Lockl, Geschäftsführer
T.: +49 176 70320421
jannik.lockl@incontalert.de

Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential und hat seit 2005 mehr als 700 Start-ups begleitet. Mit dem Start des vierten Fonds hat der HTGF rund 1,4 Milliarden Euro under Management. Das Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Rund 5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 2.000 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 170 Unternehmen erfolgreich verkauft.
Zu den Fondsinvestoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, die KfW Capital sowie 45 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.

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High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Tobias Jacob, Senior Marketing & Communications Manager
T.: +49 228 – 82300 – 121
t.jacob@htgf.de

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