RAYDIAX sichert 7,5 Mio. Euro für First‑in‑Human‑Studien und Markteintritt des Therapieassistenz‑CT „TACT“
- RAYDIAX sichert sich 5 Mio. Euro Venture Capital von bestehenden Business Angels, Bestandsinvestor bmp Ventures mit den IBG Fonds sowie dem neu-investierenden GETEC Family Office um Dr. Karl Gerhold.
- Zusätzlich erhält das Unternehmen 2,5 Mio. Euro Förderung aus dem EIC Accelerator-Programm der Europäischen Kommission.
- Das Kapital wird für First-in-Human-Studien, Entwicklung der Serienreife des TACT-Systems sowie den Aufbau von Vertrieb, Produktion und Quality eingesetzt.
- RAYDIAX strebt mit der Markteinführung des Therapieassistenz-CT „TACT“ eine erhebliche Ausweitung der Anwendung minimal-invasiver Krebstherapien an und adressiert damit demographisch bedingte Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung.
- Minimal-invasive Krebstherapien bieten gegenüber chirurgischen Eingriffen in vielen Fällen das Potenzial Operationszeiten zu verkürzen, Komplikationsraten zu verringern und eine schnellere Genesung zu gewährleisten.
RAYDIAX, das Spin-off des Forschungscampus STIMULATE/der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, sichert 7,5 Mio. Euro für First‑in‑Human‑Studien und den Markteintritt des Therapieassistenz‑CT „TACT“. Die Runde umfasst 5 Millionen Euro Venture Capital von bestehenden Business Angels, dem Bestandsinvestor bmp Ventures mit den IBG Fonds sowie einem neuen Investment des GETEC Family Offices um Dr. Karl Gerhold.
Ergänzend erhält das Unternehmen 2,5 Millionen Euro aus dem EIC Accelerator-Programm der Europäischen Kommission – einem der renommiertesten Förderinstrumente für europäische Deep-Tech-Innovationen.
Mit dem eingeworbenen Kapital wird RAYDIAX die First-in-Human-Anwendung seines Therapieassistenz-Computertomographen „TACT“ realisieren, um frühe klinische Evidenz zu generieren. Parallel wird die Weiterentwicklung zur Serienreife vorangetrieben sowie der strukturelle Ausbau in den Bereichen Vertrieb, Produktion und Qualitätsmanagement umgesetzt. Ziel ist es, die ersten kommerziellen Installationen systematisch vorzubereiten.
Dr. Thomas Hoffmann, CEO und Mitgründer von RAYDIAX: „Mit dem erfolgreichen Abschluss unserer Serie A1 erreichen wir einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg in die klinische Anwendung. Nach der erfolgreichen Seed-Phase und der Entwicklung unseres präklinischen Prototyps konzentrieren wir uns nun auf die Generierung früher klinischer Evidenz im Rahmen der geplanten First-in-Human-Studien. Gleichzeitig schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen für den Markteintritt. Das Vertrauen unserer bestehenden Investoren sowie die Unterstützung neuer strategischer Partner bestätigt die technologische Reife und das Marktpotenzial unseres Ansatzes.“
Die nun beginnende klinische Phase markiert einen wesentlichen Wertschöpfungsschritt in der Entwicklung des Systems und legt die Grundlage für die regulatorische Zulassung und kommerzielle Skalierung.
Etablierung einer neuen Produktkategorie in der interventionellen Onkologie
Mit dem TACT entwickelt RAYDIAX einen dedizierten Therapieassistenz-Computertomographen für minimal-invasive Krebstherapien. Das System assistiert in Therapieplanung, -durchführung und -kontrolle in einem speziell für interventionelle Anwendungen optimierten Gesamtsystem.
Minimal-invasive Therapien gewinnen angesichts einer alternden Bevölkerung und steigender Krebsinzidenzen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen in vielen Fällen eine schonendere Behandlung im Vergleich zu offenen chirurgischen Eingriffen, verkürzen potenziell Operations- und Liegezeiten und tragen zur Reduktion von Komplikationen bei. Dadurch können zusätzliche Behandlungskapazitäten geschaffen und Krankenhausstrukturen entlastet werden.
Mit der Markteinführung des TACT-Systems strebt RAYDIAX eine deutliche Erweiterung der Anwendungsbreite minimal-invasiver Krebstherapien an.
Europäische Innovationsförderung als strategischer Hebel
Die Unterstützung der Europäischen Union durch das EIC Accelerator-Programm unterstreicht die strategische Bedeutung der Technologie auf europäischer Ebene. Das Förderprogramm unterstützt gezielt Unternehmen mit disruptiven Innovationen und hohem Skalierungspotenzial.
Steffen Schmidt, CFO der GETEC-Gruppe: „Als GETEC-Gruppe investieren wir gerne in innovative Technologien an unseren Standorten. Nachdem wir mit Neoscan Solutions bereits im Gebiet der Magnetresonanztomographie mit neuen technologischen Ansätzen investieren, haben wir dadurch RAYDIAX im Bereich CT kennengelernt. RAYDIAX schafft mit seiner innovativen Technologie eine fokussierte CT-Live-Bildgebung, die die Strahlungsbelastung beim Patienten und Operateur sowie die OP-Zeit verringert. Neben dem Effizienzgewinn für die medizinischen Prozesse hat RAYDIAX zusätzlich eine größere Öffnung des CTs möglich gemacht, was zukünftig neue Operationsmethoden, wie bspw. den Einsatz von Robotik, ermöglicht. Dieses zusammen hat uns überzeugt.“
Klemens Gutmann, Gründer Regiocom und Business Angel: „Als Ingenieur interessieren mich komplexe technische Systeme. Die fundierte wissenschaftliche Grundlage und das herausragende technische Know-How des Gründerteams haben mich überzeugt. Dieses TACT-System füllt eine funktionale Lücke im OP-Betrieb. Konkret: in der interventionellen Radiologie.“
Dr. Jan Alberti, Managing Partner bei bmp Ventures: „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Serie A1 erreicht RAYDIAX einen entscheidenden Wendepunkt von der Technologieentwicklung hin zur klinischen Anwendung und Markteinführung. Der TACT adressiert einen klar definierten klinischen Bedarf in der interventionellen Onkologie und hat das Potenzial, eine neue Gerätekategorie für minimal-invasive Krebstherapien zu etablieren. Wir sehen in RAYDIAX hervorragende Voraussetzungen, sich in diesem wachsenden Marktsegment international zu positionieren.“
Dr. Jan Engels, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds: „RAYDIAX entwickelt eine Technologie mit dem Potenzial, die Versorgung von Krebspatientinnen und ‑patienten spürbar zu verbessern. Wir sind stolz darauf, die starke Entwicklung des Teams seit unserem Seed‑Investment zu sehen – bis hin zur nun abgeschlossenen Series A1 und dem renommierten EIC Accelerator Grant. Das Team um Thomas geht seit der frühen Phase konsequent die richtigen Schritte in Richtung klinischer Relevanz, und wir freuen uns, ihren Weg weiterhin eng zu begleiten.“
Wissenschaftstransfer durch langfristige Forschungsförderung
RAYDIAX ist eine Ausgründung des Magdeburger Forschungscampus STIMULATE. Das weltweit renommierte Forschungszentrum für minimal-invasive bildgeführte Therapien bietet die ideale Umgebung zur Geräte- und Unternehmensentwicklung.
Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose, Vorstandsvorsitzender Forschungscampus STIMULATE: „Der EIC Accelerator zählt zu den selektivsten Förderprogrammen für Deep-Tech-Innovation in Europa. Dass RAYDIAX diesen Wettbewerb erfolgreich durchlaufen hat und die Serie A1-Finanzierungsrunde schließen konnte, ist ein außergewöhnlicher Erfolg. Es bestätigt die wissenschaftliche Exzellenz, die technologische und klinische Differenzierung des TACT-Systems sowie auch die unternehmerische Reife des Teams. Für den Forschungscampus STIMULATE an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg ist dies ein starkes Signal: Aus langfristig aufgebauter Medizintechnikforschung entstehen hier international konkurrenzfähige Hightech-Unternehmen mit klinischer und ökonomischer Relevanz.“

Über RAYDIAX
Das Unternehmen wurde 2022 gegründet und hat den Hauptsitz im Magdeburger Wissenschaftshafen. Das Wissenschafts-Spin-Off ist eine Ausgründung von Wissenschaftlern der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des Forschungscampus STIMULATE. Der Fokus der technischen Entwicklung liegt sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich von Computertomographen.
Pressekontakt
Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer RAYDIAX GmbH
+49 391 67 57027
pr@raydiax.com
Über bmp Ventures
bmp Ventures gehört zu den erfahrensten Venture-Capital-Investoren in Deutschland und blickt auf mehr als 250 Beteiligungen in nahezu allen Technologiesegmenten zurück, wobei der Großteil in der Frühphase angesiedelt ist. Neben direkten Beteiligungen hat bmp auch Risikokapitalfonds für die KfW Bankengruppe und die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft verwaltet. Aktuell managt bmp die IBG-Fonds in Sachsen-Anhalt und beschäftigt rund 20 Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Magdeburg.
Über die IBG-Fonds
Die IBG-Fonds mit Sitz in Magdeburg sind die Risikokapitalfonds des Landes Sachsen-Anhalt. Sie unterstützen junge, innovative Technologieunternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial und Sitz in Sachsen-Anhalt durch Beteiligungskapital. Ende 2023 wurde der neue Risikokapitalfonds RKF IV mit einem Volumen von 63 Mio. EUR aufgelegt. Dieser wird aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union finanziert und investiert in Startups in den Phasen Seed, Early Stage und Wachstum. Das Management der IBG-Fonds erfolgt durch die bmp Ventures AG.
Kontakt
Josephine Gantze
Marketing & Eventmanagement
+49 391 53281-40
jgantze@bmp.com
Über den HTGF – High-Tech Gründerfonds
Der HTGF ist einer der führenden und aktivsten Frühphaseninvestoren in Deutschland und Europa, der Startups in den Bereichen Deep Tech, Industrial Tech, Climate Tech, Digital Tech, Life Sciences und Chemie finanziert. Mit seinem erfahrenen Investmentteam unterstützt der HTGF Startups in allen Phasen ihrer Entwicklung hin zu internationalen Marktführern. Der HTGF investiert in der Pre-Seed- und Seed-Phase und kann sich in weiteren Finanzierungsrunden signifikant beteiligen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat er rund 800 Startups finanziert und 200 erfolgreiche Exits realisiert. Der HTGF hat über 2 Mrd. Euro Fondsvolumen. Zu den Fondsinvestoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Capital sowie 45 Unternehmen und Family Offices. Weitere Informationen unter HTGF.de oder auf LinkedIn.
Medienkontakt
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Tobias Jacob, Senior Marketing & Communications Manager
+49 228 – 82300 – 121
t.jacob@htgf.de
Über den Forschungscampus STIMULATE
Am Forschungscampus STIMULATE erforschen und entwickeln interdisziplinäre Teams aus Kliniken, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen Hand in Hand Lösungen und Technologien für hochinnovative Therapie- und Diagnoseverfahren der bildgeführten minimal-invasive Medizin. Die innovative Medizintechnik wird anwendungsspezifisch zur verbesserten Behandlung von Krebs- und Gefäßerkrankungen konzipiert. STIMULATE ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Siemens Healthcare sowie dem STIMULATE Verein. Gefördert wird STIMULATE im Rahmen der Initiative „Forschungscampus“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, ergänzt durch Förderungen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Sachsen-Anhalt.
Medienkontakt
Forschungscampus STIMULATE
Dr. Jasmin Lother
+49 391-67-57276
Jasmin.Lother@ovgu.de




































