JUPUS sichert sich 13 Millionen Euro in Series A
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LegalTech-Start-up treibt die KI-Transformation kleiner und mittlerer Kanzleien weiter voran
- Semapa Next als Lead-Investor, die NRW.BANK als Co-Investorin
- ARR 2025 vervierfacht
- Bereits über 2.000 Anwält:innen setzen JUPUS in Deutschland ein
- Europäische Expansion geplant
Das Legal-Tech-Start-up JUPUS (Köln) hat 13 Millionen Euro in einer A-Finanzierungsrunde eingesammelt. JUPUS entwickelte Europas erstes KI-Sekretariat speziell für Anwaltskanzleien. Das Unternehmen wächst rasant: Im Jahr 2025 vervierfachte es seinen wiederkehrenden Umsatz (ARR). Die Beschäftigtenzahl hat sich in diesem Zeitraum verdreifacht, die Zahl von Nutzer:innen und verarbeiteten Fällen mehr als verdoppelt. Semapa Next führt die Runde als Lead-Investor an, die NRW.BANK beteiligt sich über ihren Venture-Capital-Fonds NRW.Venture als Co-Investorin. Bestandsinvestoren Acton Capital und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investieren erneut. Mit dem Kapital will das Unternehmen die juristische Arbeits-KI weiterentwickeln, im deutschen Markt skalieren und europaweit expandieren.

Ein „KI-Kollege“ für die Kanzlei
In europäischen Anwaltskanzleien wächst eine Lücke, die keine Stellenanzeige schließen kann: Die Zahl neu ausgebildeter Rechtsanwaltsfachangestellter ist in den vergangenen 30 Jahren um über 70 Prozent eingebrochen, während die Zahl der Anwält:innen sich verdreifacht hat. Gleichzeitig steigt die administrative Last weiter. Besonders kleine und mittelgroße Kanzleien, die 90 Prozent des europäischen Marktes ausmachen, stoßen zunehmend an Kapazitätsgrenzen. JUPUS richtet sich genau an sie.
Das LegalTech-Start-up definiert eine neue Generation von Arbeitswerkzeugen für die Rechtsbranche: KI, die nicht assistiert, sondern selbst arbeitet. Die künstliche Intelligenz nimmt Mandant:innengespräche an, strukturiert Anfragen, bereitet Fälle vor und erstellt juristische Dokumente. Kanzleien können mit der Lösung über 70 Stunden pro Monat sparen. Damit verändert sich, wofür Anwält:innen ihre Zeit verwenden: weg von administrativer Last, hin zu Zeit für Mandant:innen und kernjuristische Arbeit. Über die JUPUS KI werden jeden Tag über 2.000 neue Fälle bearbeitet – mehr als in jeder Anwaltskanzlei in Europa. Mehr als 2.000 Anwält:innen nutzen die Lösung bereits.
Investor:innen sehen JUPUS als europäischen Pionier
Mit Semapa Next gewinnt JUPUS einen kapitalstarken, paneuropäisch ausgerichteten Investor, der umfassende Erfahrung darin mitbringt, wachstumsstarke Unternehmen bei der Skalierung über ihre Heimatmärkte hinaus in Europa zu unterstützen. „Andere LegalTech-Lösungen assistieren, während JUPUS arbeitet. Das ist der entscheidende Unterschied, sagt Hugo Augusto, CEO von Semapa Next. “Der europäische Rechtsmarkt steht vor einem strukturellen Engpass in den Legal Operations, den viele Kanzleien bislang lediglich umgehen, statt ihn grundlegend zu lösen. Was uns an JUPUS überzeugt hat, ist die Tiefe der Integration, die Nutzungsdaten und ein Team, das bewiesen hat, dass es skalieren kann. Wir investieren in Unternehmen mit dem Potenzial, Marktführer in ihrer Kategorie zu werden und sind überzeugt, dass JUPUS genau dieses Potenzial mitbringt.”
Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK: „Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, Fachkräfte zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten. JUPUS zeigt, wie innovative Technologie konkrete Herausforderungen einer Branche löst. Mit unserem Investment unterstützen wir das Wachstum eines jungen Unternehmens aus Nordrhein-Westfalen, das digitale Lösungen für den Legal-Markt entwickelt.“
Diplom-Jurist René Fergen, Mitgründer von JUPUS, setzt sich für den Zugang aller zum deutschen Rechtssystem ein: „Recht ist eine der ältesten Branchen der Welt und steht vor ihrem größten Wandel. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Anwält:innen verdreifacht, während die der neu ausgebildeten Rechtsanwaltsfachangestellten um über 70 Prozent eingebrochen ist. Kanzleien stehen vor einer existenziellen Frage: Wer übernimmt die Arbeit, für die bald niemand mehr da ist? Mit JUPUS bauen wir die erste KI, die diese Aufgaben eigenständig erledigt. Damit leiten wir ein neues Verständnis der Kanzleiarbeit speziell für hunderttausende kleine und mittlere Kanzleien in Europa ein, die die Basis des Rechtsstaats bilden. Wir freuen uns, mit Semapa Next, der NRW.BANK, Acton Capital, dem HTGF und unseren Business Angels die Partner:innen zu haben, die diese Ambition teilen.”
Marktbestätigung von Legal-Initiativen großer KI-Anbieter
Dass globale KI-Anbieter inzwischen eigene Legal-Produkte ankündigen, wertet JUPUS als Bestätigung. René Fergen sagt: „Künstliche Intelligenz in der Kanzlei entwickelt sich vom Experiment zum Standard. Der Unterschied liegt in der Tiefe der Integration. Generische Sprachmodelle bieten Kanzleien Werkzeuge. JUPUS dagegen ist speziell auf die juristische Arbeit zugeschnitten und übernimmt ganze Prozesse mit dem Wissen aus Millionen von echten Fällen. Für kleine und mittlere Kanzleien in Deutschland und Europa, die unter berufsrechtlichen Anforderungen, DSGVO-Konformität und dem Mandatsgeheimnis operieren, ist das wesentlich.“
Über JUPUS
JUPUS ist Technologieführer im Bereich KI-Software für Anwaltskanzleien. Das Kölner LegalTech-Start-up hat das erste KI-Sekretariat für die Rechtsbranche in Europa entwickelt: eine juristisch trainierte künstliche Intelligenz, die vollautomatisierte, DSGVO-konforme Kommunikation und Bearbeitung in juristischen Anliegen ermöglicht. Diese übernimmt den gesamten Workflow, von der Mandantenanfrage über die Terminbuchung bis zur Aktenanlage inklusive kompletter Schriftsätze. Kanzleien sparen so bis zu 70 Arbeitsstunden pro Monat. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bei Rechtsanwaltsfachangestellten steigt die Nachfrage nach dem KI-Sekretariat exponentiell. Bereits über 2.000 Anwält:innen setzen die Lösung ein. JUPUS wurde 2022 vom Diplom-Juristen René Fergen (CEO) und Jannis Gebauer (CTO) gegründet. Das Unternehmen wächst schnell: Der Umsatz hat sich 2025 im Vergleich zu 2024 vervierfacht. Aktuell sind 70 Mitarbeitende beschäftigt. Mit dieser Finanzierungsrunde sind insgesamt über 20 Millionen Euro ins Start-up geflossen. Zu den Investor:innen zählen Semapa Next, die NRW.BANK, Acton Capital, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Combination VC sowie namhafte Business Angels, darunter Kilian Kaminski (Refurbed), Artjem Weissbeck (Kapten & Son, charles), Julius Göllner, Feliks Eyser und Felix Plog (Foodpanda, Thermondo).
Über Semapa Next
Semapa Next ist eine paneuropäische Venture Capital Gesellschaft, die in der Series-A-Phase in Unternehmen investiert, die globale Marktführer in ihrer Kategorie werden wollen. Der Investmentfokus umfasst vier Themenschwerpunkte: Industrial Tech, Supply Chain und Logistik, Energiewende sowie vertikale Softwarelösungen wie Legal Tech. Das Team von Semapa Next vereint Investoren, Unternehmer und Gründer, die aus eigener Erfahrung wissen, was es braucht, um ein Unternehmen zur Marktführerschaft zu führen.
Über NRW.Venture
NRW.Venture ist der Venture-Capital-Fonds der NRW.BANK. Damit reagiert die Förderbank für Nordrhein-Westfalen auf das knappe Finanzierungsangebot für junge, innovative, oft technologieorientierte Unternehmen, die sich oftmals nicht über Kredite finanzieren können. Ihr wesentliches Kapital besteht in einer neuen Marktidee – ihre Erfolgschancen sind dadurch nur schwer abzuschätzen. In derartige Start-ups investiert NRW.Venture – typischerweise ab der zweiten Finanzierungsrunde – über mehrere Runden bis zu 15 Millionen Euro Eigenkapital – gemeinsam mit privatwirtschaftlichen Investoren. Dabei geht die NRW.BANK über eine Laufzeit von drei bis sieben Jahren Minderheitsbeteiligungen ein. Das Engagement umfasst jedoch nicht nur Kapital – ein erfahrenes Team ist der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg. Die Investment Professionals von NRW.Venture mit langjähriger Venture-Capital-Erfahrung, und oft auch Technologie- und Gründungserfahrung, sorgen mit ihrem Know-how und Netzwerk dafür, dass Start-ups die besten Chancen auf Erfolg haben.
Ich bin Ansprechpartner
für alle Pressefragen:
Tobias Jacob
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