Presse

Starker Exit für den High-Tech Gründerfonds – Shell wird Next Kraftwerke übernehmen

25. Februar 2021

  • Shell erwirbt Next Kraftwerke, um seine Position im Handel mit erneuerbaren Energien zu stärken
  • Das Kölner Startup Next Kraftwerke GmbH erhält die notwendigen Ressourcen für weiteres Wachstum
    sowie für die Entwicklung neuer komplexer Vermarktungsprodukte  
  • Der High-Tech Gründerfonds ist seit der Gründung 2010 Investor des Unternehmens
  • Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Regulierungsbehörden

Vorbehaltlich der Zustimmung der Regulierungsbehörden wird Shell* 100 % der Anteile an Next Kraftwerke von den VC-Investoren – darunter der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Neuhaus Partners GmbH und die Investoren Dirk Freise und Martin Ostermayer, erwerben. Über 10 Jahre hat der HTGF das Unternehmen bei seiner Entwicklung begleitet. Die langfristige Orientierung in Bezug auf seine Investments zahlt sich für den Seedinvestor aus.

Die Next Kraftwerke GmbH ist eine Ausgründung zweier Doktoranden aus dem Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln. Die Gründer Jochen Schwill und Hendrik Sämisch haben früh erkannt, welche Herausforderung die Energiewende für die Stabilität der Stromnetze bedeutet.  Ihre Lösung, eine große Anzahl von dezentralen Erzeugungsanlagen sollte für die notwendige Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden. Der Ansatz überzeugte und sie erhielten ein Exist-Gründerstipendium. Die Seed-Finanzierung kam dann 2010 vom High-Tech Gründerfonds sowie den damaligen Mitgliedern des HTGF- Investment Komitees, Gottfried Neuhaus (Neuhaus Partners GmbH) und Martin Ostermayer.  

Heute ist Next Kraftwerke in Deutschland Marktführer für die Integration von Erneuerbaren Energien in die Energiemärkte und betreibt eines der weltweit größten virtuellen Kraftwerke mit über 10.000 Anlagen. Das Unternehmen ist in sieben weiteren europäischen Ländern aktiv. Next Kraftwerke ermöglicht es anderen Unternehmen aus der Energiewirtschaft, erfolgreich alternative Energien in den Strommarkt zu integrieren. Dies ist eine der Voraussetzungen für eine schnelle und erfolgreiche Energiewende und trägt zur Erreichung der globalen Klimaziele bei. 

Wir sehen in Next Kraftwerke ein beeindruckendes Beispiel für die Fähigkeit eines Start-ups, zentrale Herausforderungen der Energiewende schneller als etablierte Großunternehmen zu adressieren und mit Technologien zu lösen. Das Unternehmen ist international eine Referenz für den erfolgreichen Aufbau virtueller Kraftwerke und die Umsetzung der Energiewende. Als Investor hatten wir das Privileg die Gründer Jochen Schwill und Hendrik Sämisch von Anfang an zu begleiten. Next Kraftwerke ist für Shell eine wertvolle Ergänzung auf dem Weg zu einem führenden Anbieter alternativer Energien. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung der Next Kraftwerke und einen der erfolgreichsten Exits des HTGF.

Klaus Lehmann, Partner beim HTGF

Hendrik Sämisch, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke, blickt ebenfalls positiv auf die Zusammenarbeit zurück.

Der High-Tech Gründerfonds war von Anfang an ein verlässlicher und starker Partner für den Aufbau unseres Unternehmens, ohne dessen Vertrauen und persönliche Zuwendung in unsere Idee wir nicht den großen Erfolg der letzten zehn Jahre erzielt hätten. Nun sind wir gespannt auf das nächste Kapitel in unserer Unternehmensentwicklung, bei dem wir mit einem global agierenden Energiekonzern kooperieren, um die Energiewende weiter voranzutreiben.

Hendrik Sämisch, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke

Über Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Hier geht es zu der Pressemitteilung von Shell.

*Shell Overseas Investment B.V.

Über Next Kraftwerke GmbH
Next Kraftwerke betreibt als digitaler Versorger eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa. Im Next Pool sind tausende dezentrale Stromerzeuger und -verbraucher über eine Plattform vernetzt und somit über das eigens entwickelte Leitsystem steuerbar. Mit der vernetzten Erzeugungsleistung trägt Next Kraftwerke zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz bei. Zusätzlich optimiert das Kölner Unternehmen Stromproduktion und -verbrauch der vernetzten Kunden anhand von Preissignalen und handelt über den eigenen 24/7-Stromhandel deren Strom an verschiedenen europäischen Börsen (z.B. EPEX und EEX). https://www.next-kraftwerke.de/

Medienkontakt
Next Kraftwerke GmbH
Jan Aengenvoort, Unternehmenssprecher
Tel: +49 (0) 221 – 82 00 85 – 855
aengenvoort@next-kraftwerke.de

Über Shell New Energies
Shell hat im Jahr 2016 seinen Geschäftsbereich “New Energies” gegründet. Shell New Energies konzentriert sich auf zwei Hauptbereiche: auf neue Kraftstoffe für den Verkehr – wie moderne Biokraftstoffe und Wasserstoff – sowie auf Strom – von der Stromerzeugung über den Kauf und Verkauf bis hin zur direkten Versorgung der Kunden. Shell ist bestrebt, das Stromgeschäft zu einem signifikanten Geschäftsfeld auszubauen. Shell New Energies baut auf die Stärken des Unternehmens und nutzt diese in schnell wachsenden, gewerblichen Teilen der Energiewirtschaft. Dafür sollen bis 2020 im Durchschnitt jährlich1 bis 2 Milliarden Dollar in entsprechende Projekte investiert werden.   

http://www.shell.de/energie-und-innovation

Medienkontakt
Shell Deutschland Oil GmbH
Cornelia Wolber
T.: +49 (0) 40 –6324 – 5290
shellpresse@shell.com

Über Neuhaus Partners
Neuhaus Partners GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine early stage Venture-Capital-Gesellschaft. Seit der Gründung in 1998 wurden 59 Beteiligungen eingegangen – bei 49 ist Neuhaus Partners als Lead-Investor eingestiegen. Track Record: zwei IPOs, fünfunddreißig Trade Sales, acht Buy Backs, dreizehn Insolvenzen.

Medienkontakt
Neuhaus Partners GmbH
Matthias Grychta
T.: +49 (0) 40 – 355 282 24
grychta@neuhauspartners.com

Über Shortcut Ventures
Dirk Freise und Martin Ostermayer sind die Gründer von handy.de und blau.de (beide erfolgreich verkauft) und seit 15 Jahren investieren sie als Business Angels oder über ihren Venture Capital Fonds Shortcut Ventures in Startups. Zu den bekanntesten Investments in ihrem Portfolio zählen SumUp, tado, Stocard und Sdui.

Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 mehr als 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen Digital Tech, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Fast 3 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.700 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 120 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Unternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

https://www.htgf.de/de/

Medienkontakt
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Stefanie Grüter
T.: +49228 – 82300 – 188
s.grueter@htgf.de

Kontakt
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Gregor Haidl, Investment Manager
T.: +49 228 823 00 115
k.lehmenn@htgf.de

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