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High-Tech Gründerfonds (HTGF) schließt Kooperationsvertrag mit einer der erfolgreichsten Investmentbank Chinas – Donghai Securities (Donghai)

China ist der größte und dynamischste Markt der Welt, der für kleine Unternehmen kaum zu erschließen ist. Mit dem Ziel deutschen High-Tech Unternehmen den Zugang zu diesem wichtigen Markt zu ermöglichen, haben die chinesische Investmentbank Donghai Securities und der deutsche HTGF eine Kooperation abgeschlossen. Donghai bringt nicht nur Expertise und exzellente Kontakte ein, sondern versorgt deutsche High-Tech Unternehmen auch mit Kapitalressourcen für Produktionsaufbau und Markteinführung in China. Der HTGF bietet damit ausgewählten Portfoliounternehmen Zugang zu Kapital und Expertise und möchte ihnen helfen, auf dem asiatischen Markt Fuß zu fassen und deutlich zu wachsen. In den kommenden fünf Jahren sollen mit der Hilfe von Donghai und dem HTGF bis zu 300 Mio. Euro in deutsche Start-ups investiert werden.

Im vergangenen Jahr gaben China und Deutschland bekannt, eine „Industrie 4.0“-Kooperation in das Aktionspapier der China-Deutschland-Kooperation aufzunehmen. Dieses wurde nach dem dritten chinesisch-deutschen Regierungstreffen festgehalten. China als ein schnell wachsendes und urbanisierendes Land möchte Informationen und Kommunikations-Technologien nutzen, um die schnell wachsenden Städte smarter zu machen und mit mehr Lebensqualität für ihre Bewohner auszufüllen. China steht aber auch vor erheblichen Herausforderungen. Die demographische Entwicklung führt zu einer alternden Gesellschaft mit wachsendem Bedarf nach Innovationen in der Medizin. Die Urbanisierung erfordert neue Energie- und Umweltkonzepte. Konsequent richtet sich der Investmentfokus der Donghai Securities auf Life Sciences und Cleantec, Internet of Things (IOT) und Industrie 4.0.

Prof. Dr. Kai Desinger, Initiator der Kooperation, betont: „Start-Ups aus den Bereichen Life Sciences und Cleantech stehen vor der Herausforderung, neben einer grundsätzlich sehr kapitalintensiven Produktentwicklung viel Energie in den Markt- und den Produktionsaufbau bei einer Expansion ins Ausland stecken zu müssen. Ohne entsprechende starke Partner vor Ort ist dies kaum zu schaffen. Der asiatische Markt birgt sehr viel Potenzial. Ich freue mich sehr, dass ich die Kooperation mit Donghai Securities in die Wege leiten durfte.“

Zhu Kemin, Chairman von Donghai ist überzeugt: „Wir sehen in der Kooperation mit dem aktivsten Seedfonds Europas eine hervorragende Chance, dringend benötigte innovative Technologien und Geschäftskonzepte aus den Bereichen Life Sciences, Cleantech und Industrie 4.0 auf dem chinesischen Markt zu etablieren. Durch unser Kapital und Markt Know-how ergibt sich eine Win-Win Situation für alle Beteiligten“

Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des HTGF ergänzt: „Um zu wachsen, müssen Start-ups international agieren. Für viele Unternehmen aus dem HTGF-Portfolio ist es sehr interessant, einen Zugang zu chinesischen Märkten zu erhalten und eine Produktion in China aufzubauen. Beides ist kapitalintensiv und erfordert Unterstützung durch Insider, die wissen, wie man in China Geschäfte macht. Mit Donghai haben wir hier einen exzellenten Partner.“

Die Kooperation wurde von Zhu Kemin und Dr. Michael Brandkamp während einer feierlichen Zeichnungszeremonie unterzeichnet, die von dem chinesischen Premierminister Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel geleitet wurde.

Der HTGF sieht erhebliche zusätzliche Potentiale für seine Unternehmen. Schon heute kommen rund 50 Prozent der Anschlussfinanzierungen in das HTGF-Portfolio aus dem Ausland.
Trotz erheblicher Wettbewerbsvorteile stellen Produktion, Marktzugang und Wachstum für junge High-Techunternehmen in Deutschland eine schwer zu lösende Aufgabe dar. Die Wachstumsfinanzierung ist in Deutschland zum Flaschenhals geworden. China verfügt nicht nur über große finanzielle Ressourcen, sondern bietet auch die Chance, wirklich große Marktpotentiale adressieren zu können. Die großen Unternehmen aus Deutschland sind alle in China aktiv. Die kleinen benötigen jedoch starke Partner vor Ort, die das Geschäft in China und dem gesamten asiatischen Markt verstehen und die richtigen Kontakte haben.

Diese Partner in China haben längst verstanden, dass ein reiner Transfer der Unternehmen von Deutschland nach China allein nicht funktioniert. Sie wollen vielmehr den deutschen Standort ausbauen, damit dauerhaft Produktion, Qualität und Innovation abgesichert werden können.

Durch die hervorragende Expertise von Donghai im Kapitalmarkt ergeben sich auch für die deutschen Frühphaseninvestoren Möglichkeiten zu Exits mit dynamischeren Kapitalmärkten (China und Hong Kong). Der Chairman der Investmentbank, Zhu Kemin, hat die Potentiale aus der Kooperation erkannt. Sein Team, das von Dr. Alex Liu geleitet wird, der mit einem PhD-Abschluss in Cambridge auch den europäischen Markt und seine Kultur versteht, geht mit Professionalität und höchsten Engagement vor. In Deutschland wird Donghai von dem Unternehmer und Investor Prof. Dr.-Ing. Kai Desinger unterstützt, der die Kooperation zwischen Donghai und dem HTGF initiiert hat. Er hilft beim Selektionsprozess und unterstützt die Unternehmen sich für Donghai und den chinesischen Markt fit zu machen.

Der Abschluss der ersten Beteiligung eines HTGF-finanzierten Unternehmens steht unmittelbar bevor.

Über Donghai Securities
Donghai wurde 1993 gegründet. Sie ist eine der ersten gegründeten Investmentbanken, die mit einer Volllizenz in China arbeitet. Donghai ist durch das Assetmanagement von 30 Milliarden Euro bei Eigenkapitalinvestments sowie in festverzinslichen, gemischten oder anderen innovativen Bankgeschäften führend. Donghai hat durch Eigenkapitalinvestments und M&A Geschäfte eine solide Beziehung zu vielen Unternehmen, Investment Banken und anderen Finanzinstituten aufgebaut. Die breite Industrieabdeckung wird mit reichlichen Ressourcen realisiert.

Über Kai Desinger
Prof. Dr.-Ing. Kai Desinger ist ein erfolgreicher Entrepreneur und Manager. Er bietet Consulting Services für staatliche Stellen auf Regierungs- und Landesebene mit Bezug auf Technologietransfer, Corporate Finanzierung und MedTech Cluster. Im Jahr 1999 gründete er die Celon AG medical und verkaufte diese 2005 mit Gewinn an das japanische Blue Chip Unternehmen Olympus Medical. Im Jahr 2012 erhielt Herr Desinger den Titel als Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin. Im Jahre 2005 wurde er vom früheren Kanzler Gerhard Schröder zur Initiative der Bundesregierung „Partners of Innovation“ einberufen. In dieser Position war er in die Konzepterstellung des heutigen High-Tech Gründerfonds involviert, in dessen Investmentkomitee als Repräsentant der KfW er durch das BMWi im Jahr 2007 berufen wurde. Seit 2009 hat er einen festen Sitz im Investment Komitee des High-Tech Gründerfonds. Im Jahr 2015 initiierte Herr Desinger die strategische Kooperation zwischen Donghai und dem HTGF.

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 304 Mio. EUR Fonds II).

Kontakt:
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Dr. Michael Brandkamp
Schlegelstraße 2
53113 Bonn
Tel: + 49 (228) 823 001-00
Fax: + 49 (228) 823 000-50
info@htgf.de

www.high-tech-gruenderfonds.de