Presse

Die OakLabs GmbH erhält Seed-Finanzierung vom High-Tech Gründerfonds für intelligente Züchtungsverfahren

8. Februar 2012

Mit zuverlässigen diagnostischen DNA-Markern von OakLabs wird die Entwicklung neuer Pflanzen-Sorten um bis zu zehn Jahre verkürzt. Der High-Tech Gründerfonds ermöglicht dem jungen Unternehmen mit seinem Seed-Investment, seine Technologie bis zur Marktreife zu entwickeln und in den Markt einzuführen.

Hauptziel der Pflanzenzucht ist es, bestimmte Merkmale wie Resistenzen, Ertrag oder Geschmack zu optimieren. „Das ist nicht immer einfach – vor allem bei Merkmalen, die von mehr als einem Gen gesteuert werden“, erklärt Dr. Martina Schad, Biochemikerin und eine der beiden Gründer der OakLabs GmbH. Merkmale, die nur von einem Gen bestimmt werden, lassen sich mit heutigen DNA-Markern meist bereits verlässlich vorhersagen. Bei komplexen Merkmalen, wie Ertrag oder Geschmack, ist die Zuverlässigkeit der Vorhersage jedoch zu gering, um für die Züchtung von ökonomischem Nutzen zu sein. „Diese Lücke schließen wir. OakLabs entwickelt zuverlässige diagnostische DNA-Marker für komplexe Merkmale“, erklärt Dr. Schad. Die Analyse dieser Marker erlaubt die Vorhersage der Merkmale in einem frühen Entwicklungsstadium. „Mit Hilfe unserer Technik können die Nachkommen zur Weitervermehrung wesentlich früher und zielgerichtet im Hinblick auf komplexe Merkmale ausgewählt werden. Die Entwicklungszeit für eine neue Pflanzensorte mit verbesserten Eigenschaften wird dadurch um bis zu zehn Jahre verkürzt.“

Für sein intelligentes Verfahren vereint das Gründerteam Know-How aus Molekularbiologie und moderner Mathematik. „Wir kombinieren ein innovatives, auf DNA-Mikroarrays basierendes Laborverfahren mit dedizierten Algorithmen“, erklärt Dr. Jim Kallarackal, theoretischer Quantenphysiker und Mitgründer. „Mit der Investition des High-Tech Gründerfonds entwickeln wir unsere Technologie bis zur Marktreife und führen sie ab dem Sommer 2012 in den Markt ein.“

Kay Balster,  Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds, verdeutlicht die Investitionsgründe des Fonds: „Es gibt zwar einige Wettbewerber auf dem Markt, doch die von OakLabs entwickelte Technologie hat uns überzeugt. Bisher ist es den Wettbewerbern mit den bestehenden Verfahren nicht möglich, in wenigen Proben sehr viele DNA-Marker kosteneffizient zu analysieren. Die hohe Anzahl DNA-Marker ist aber unbedingt notwendig, um zuverlässige diagnostische DNA-Marker zu entwickeln.“

An Nutzpflanzen werden zukünftig immer höhere Erwartungen gestellt. Die kleiner werdende landwirtschaftliche Nutzfläche und der steigende Bedarf an Lebensmitteln erfordern leistungsfähige Pflanzen. „Die Pflanzenzüchtung ist ein forschungsintensiver Bereich mit großem Wachstumspotential. Das Marktvolumen für OakLabs’ Angebot hat uns überzeugt“, fasst Balster seine Investitionsentscheidung zusammen.

Ab Herbst 2012 wird die OakLabs GmbH ihre Technologie Kunden aus der Tier- und Pflanzenzüchtung sowie aus Forschungsinstituten zur Verfügung stellen.

Über die OakLabs GmbH
Die OakLabs GmbH wurde 2011 von Dr. Martina Schad und Dr. Jim Kallarackal gegründet. Die OakLabs GmbH entwickelt zuverlässige diagnostische DNA-Marker für komplexe Merkmale in Pflanzen. Deren Analyse erlaubt die Vorhersage bestimmter Merkmale im frühen pflanzlichen Entwicklungsstadium und verkürzt so die Zucht einer neuen Pflanzensorte um bis zu zehn Jahre.

Kontakt:
OakLabs GmbH
Dr. Martina Schad
Neuendorfstraße 20b
16761 Hennigsdorf
Tel.: +49 178 357 67 21
m.schad@oak-labs.com
www.oak-labs.com

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept” oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die 12 Industriekonzerne ALTANA, BASF, B. Braun, Robert Bosch, CEWE Color, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Qiagen, RWE Innogy, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 561 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 288,5 Mio. EUR Fonds II).

Kontakt:
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Kay Balster
Investmentmanager
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Tel: +49 228 823001-0
Fax: +49 228 823000-50
info@high-tech-gruenderfonds.de
www.high-tech-gruenderfonds.de

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