Artikel des Autoren: Claudia Seifert

  1. Wie nähere ich mich Product-Market Fit an, wenn ich keinen habe? – Der Customer Development Prozess

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    Wie nähere ich mich dem Product-Market Fit an, wenn ich keinen habe? – Der Customer Development Prozess

    Von Fabian Hogrebe

    Unterstützt von Gregor Haidl (Investment Manager), Ulrike Kalapis (Investment Manager), Yann Fiebig (Senior Investment Manager) und Dr. Andreas Olmes (Principal)


    „Was kann ich tun, wenn ich den Product-Market Fit noch nicht erreicht habe?“ – Eine Frage, mit der wir regelmäßig konfrontiert werden. Leider gibt es dafür keine klare Linie, die es zu verfolgen gilt.

    Dennoch hat jedes Start-up eine Chance, ihn zu erreichen. Somit sollte die Frage lauten: „Wie kann ich meine Chancen verbessern, den Produkt-Markt-Fit zu finden?“. Vielleicht ist dieser Weg nicht geradlinig und führt nicht immer zum Erfolg, aber induktive und iterative Ansätze helfen, eure Chancen zu verbessern!

    Was wir bis jetzt über Product-Market Fit gelernt haben

    In unseren letzten Artikeln haben wir drei Punkte herausgestellt: Product-Market Fit ist für Start-ups entscheidend, Product-Market Fit ist spürbar und Indikatoren helfen, diesen zu kennen.

    Product-Market Fit aus HTGF-Sicht bedeutet, dass das Start-up die Probleme des Zielkunden vollständig und besser löst als potenzielle Wettbewerber.

    Nun geben wir euch einen Weg an die Hand, wie ihr euch dem Product-Market Fit annähern könnt, falls ihr noch nicht so weit seid.

    Alles beginnt mit dem Kunden

    In unserem ersten Artikel haben wir Product-Market Fit wie folgt definiert: Die Value Proposition eines Start-ups muss mit dem Problem des Kunden übereinstimmen. Schon 2010, als Andreas in einem Vortrag über Product-Market Fit sprach, definierte er es wie folgt:

    “Customer? ➢ Painful Problem? ➢ Effective Solution? ➢ Why Startup? ➢ Cash Customer? ➢ Cash Startup?”

    Zudem zeigt die Definition von Andreas bereits einen Weg auf, den Gründer beschreiten können. Innerhalb der letzten 10 Jahre haben wir den Weg immer weiter konkretisiert und Fragen für jeden der einzelnen Schritte herausgearbeitet. Diese dienen als Indikator, ob ihr den nächsten Schritt gehen könnt.

    Darüber hinaus haben wir gelernt: Ihr müsst mit einem einzigen Kunden (n=1!) beginnen. Versucht ihn zu 120%(!) zu verstehen, da sonst leicht wichtige Details übersehen werden können. Hier gibt es keine Abkürzung. Diese intensive Arbeit ist entscheidend und muss von den Gründern selbst geleistet werden.

    Customer Development Process und Product-Markt Fit

    Hier sind weitere gute Nachrichten: Ein ähnlicher Weg ist auch von anderen erklärt worden und scheint daher, eine gute Orientierung in Richtung Produkt-Markt Fit zu geben. Steve Blank beschreibt in seinem Customer Development Process einen ähnlichen Ansatz und startete damit die Lean Startup Bewegung. Er umfasst 4 Schritte von der “customer discovery” über die “customer validation” zur “customer creation” bis hin zum “company building”. Wir haben diesen Weg mit Andreas’ Definition von Product-Markt-Fit kombiniert. Die Kombination zeigt, dass dies eine sehr starke Methode ist, sich ihm zu nähern. Wir ihr sehen könnt, gehen die beiden Methoden Hand in Hand:  

    Adaptiert aus The Four Steps to the Epiphany von Steve Blank

    Pre-Product-Market Fit: agil und kapitaleffizient

    Im Customer Development Process von Steve Blank beginnt alles mit der Suchphase. Diese Phase ist fast immer ein geschlossener Regelkreis und man wird ziemlich oft auf den “Start” zurückgeworfen. Sie endet erst mit dem Erreichen des Product-Market Fit und kann bis zu zwei Jahre dauern. Ihr solltet ehrlich zu euch selbst und eurem Unternehmen sein und eine vorzeitige Skalierung, die Todesursache Nr. 1 der Start-ups, vermeiden! Daher müsst ihr für jeden der Schritte die Fragen vollständig beantworten können, bevor ihr den nächsten Schritt unternehmt. Ansonsten ist es Zeit für einen Pivot.

    In der Phase vor Product-Market Fit, ist es wichtig, vorwiegend induktiv und iterativ zu arbeiten. Daher sind das Testen von Hypothesen und die Durchführung von Pivots der Schlüssel. Um dies umzusetzen, müssen Start-ups agil und kapitaleffizient agieren. Fail fast and focus on cash!

    Ein Gründer aus unserem Portfolio gab uns den besten Ausdruck dafür: „Kapitalreichweite wird nicht in der Zeit gemessen, sondern in der Anzahl der Hypothesen, die man testen kann”.

    Wir haben dies in unserem Industrial Tech Portfolio mit mehr als 150 Unternehmen sehr gut erlebt und beobachtet. Allerdings hat es auch einen Nachteil: Der Weg ist nicht so geradlinig, wie es vielleicht den Anschein hat.

    Die größte Herausforderung, aber auch die wichtigste Chance, sind Pivots! Wie im kombinierten Modell des Customer Development Process gezeigt wird, stellt sich die Frage: Wie kann ich meine Hypothesen testen und am effizientesten Pivots durchführen?

    Zusammengefasst

    Leider gibt es keinen geraden Weg, keine gerade Linie oder Checkliste zum Product-Market Fit. Der wichtigste Weg ist: Vertraut euch selbst, seid sehr mutig, scheitert schnell und achtet auf eure Kapitalreichweite! Wir hoffen, dass diese Richtlinien helfen und freuen uns auf euer Feedback.

    Im nächsten Artikel werden wir uns mit der hier offen gelassenen Frage auseinandersetzen: Wie kann ich meine Hypothesen testen und am effizientesten Pivots durchführen?

    Schaut euch auch unsere anderen Artikel an:

    Product-Market Fit: Der Haupt­grund für das Scheitern von Industrial Tech Startups im HTGF-Portfolio Product-Market Fit im Industrial Tech – Der Weg zum Kundenverständnis Woran erkenne ich Product-Market Fit als Industrial Tech Gründer? Wie erkennen Industrial-Tech Gründer den Product-Market Fit?

  2. „Um erfolgreich im Life Sciences zu gründen, braucht es kein Unternehmer-Gen“

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    Um erfolgreich im Life Sciences zu gründen, braucht es kein Unternehmer-Gen“

    HTGF-Partner Marco Winzer ist seit der Gründung des High-Tech Gründerfonds mit an Bord. Im Interview spricht er darüber, warum man echtes Unternehmertum in keinem Kurs lernen kann. Trotzdem rät er allen mit einer innovativen Idee dazu, unbedingt selbst zu gründen und erklärt, was man beachten muss, damit das gelingt.


    Marco, kommen erfolgreiche Gründerinnen und Gründer eher aus dem BWL-Studium? Oder sind sie eher die Tüftler, Programmierer, Wissenschaftler?

    Marco Winzer: Ich kann mich nicht damit zufriedengeben, dass ständig so getan wird, als müssten Gründer und Gründerinnen die kaufmännische Perspektive immer gleich mitbringen. Ich bin überzeugt, dass sich davon einige potenzielle Gründer abschrecken lassen – besonders in der Branche, in der ich unterwegs bin. Also im „Hardcore“ Tech-Bereich Life Sciences und Chemie.

    Das musst du einmal genauer erklären, bitte?

    Marco Winzer: Ich würde es so formulieren: Unternehmertum wird einem in die Wiege gelegt – oder eben nicht. Nicht jeder ist also ein geborener Unternehmer. Und viele der Tüftler und Wissenschaftler sind das einfach nicht. Trotzdem kann und sollte jede und jeder mit einer guten, innovativen Idee auch gründen.

    Was zeichnet den geborenen Unternehmer denn aus?

    Marco Winzer: Begeisterungsfähigkeit, ein starkes Verkaufstalent, eine Spürnase für Markttrends und Margenoptimierung sowie Empathie und Überzeugungskraft – das alles braucht man, um sich und seine Idee bei einem Pitch gut zu verkaufen, andere zu überzeugen und emotional mitzunehmen. Das ist schon ein sehr spezifischer Persönlichkeitstyp.

    Und trotzdem sagst du, jeder kann gründen, unabhängig davon, ob er diese Eigenschaften mitbringt?

    Marco Winzer: Richtig. Und das ist tatsächlich ein provokativer Ansatz, denn ich kenne einige Investoren und andere VCs, die ganz klar sagen: Ein Gründer muss Unternehmertum beherrschen! Als wenn man das in einem Kurs lernen könnte! Die Gefahr besteht, dass der technologisch versierte Gründer viel Zeit, Kraft und Energie für beispielsweise betriebswirtschaftliche Belange aufwenden – um sich als ‚Unternehmer‘ darzustellen. Dabei sollten seine Ressourcen 100% in die Innovation und Produktentwicklung fließen.

    Welchen Ansatz verfolgst du?

    Marco Winzer: Ich möchte, dass sich auch die Tüftler, Erfinder und Wissenschaftler an uns wenden. Diejenigen, die vielleicht eher introvertiert sind, die an einem Algorithmus basteln oder im Labor einen neuen Wirkstoffkandidaten entwickeln und sich dabei nicht vorstellen können, später mal ihr Medikament auf der Bühne zu verkaufen. Und es wäre fatal, wenn die sich vom klassischen Bild des unternehmerischen Gründers abschrecken lassen. Darum finanzieren wir beim HTGF diejenigen mit einer richtig guten Idee.

    Aber ein wenig betriebswirtschaftliches Wissen braucht es ja schon, um erstmal einen Business Plan schreiben zu können, den man dann dem HTGF oder anderen Investoren zeigen kann.

    Marco Winzer: Absolut. Aber wer sagt, dass das alles aus einer Hand kommen muss? Im Grunde braucht es doch für eine erfolgreiche Unternehmung drei Persönlichkeitstypen: Den Leonardo da Vinci, einen Manager-Typen und den klassischen Verkäufer, der Kaltakquise im Vertrieb macht und sich nicht zu schade ist, ‚Klinken zu putzen‘. Man sollte von niemandem erwarten, dass ihm alle drei Herzen in der Brust schlagen. Warum auch? Die klassischen ‚serial entrepreneurs‘ zeigen uns doch, wie es geht: Sie oder er weiß, wo die eigenen Stärken liegen, zum Beispiel in der Produktentwicklung und für alles weitere holt man sich andere Talente dazu.

    Du suchst also – so wie ich dich verstehe – vor allem nach den Leonardo da Vincis. Was müssen diese mitbringen?

    Marco Winzer: Sicherlich wissenschaftliche Exzellenz. Sie sollten in ihrem Bereich, zum Beispiel der Wirkstoffentwicklung, absolutes Expertentum beweisen können. Sie haben mit ihrer Idee das Stadium der Grundlagenforschung verlassen (‚proof of principle‘) und befinden sich im Nachweis des ‚proof of concepts‘. Im Bereich des drug developments heißt das, dass ein Lead-Kandidat mit ersten prä-klinischen Daten vorliegen sollte; in der Medizintechnik beispielsweise sollte der Laborprototyp des devices validiert sein. Und auch wenn es keine wie eben beschriebenen klassischen Unternehmer sind, so sollten sie doch eine gewisse Vorstellung davon haben, wo ihr Produkt am Markt hinsoll – oder, um es anders zu formulieren: Welches Problem (Kundenproblem, medical need etc.) mit dem zukünftigen Produkt adressiert wird.

    Was persönliche Attribute angeht, da kommt es insbesondere auf eine bestimmte Reflexionsfähigkeit an und auf die Bereitschaft, zu vertrauen und Rat anzunehmen.

    Warum ist das so wichtig?

    Marco Winzer: Naja, als Gründer sollte ich so selbstreflektiert sein, dass ich weiß, was ich nicht kann. Und wenn mir eben das Gen zum Unternehmertum fehlt, dann sollte ich die Bereitschaft haben, Leute dazu zu holen, bei denen die unternehmerische Komponente stärker ausgeprägt ist. Dafür muss man sich seine eigenen Stärken und eben Schwächen aber erstmal eingestehen. Im Übrigen: fast 100% der Gründungen, die wir finanzieren, sind Teamgründungen.

    Und wie trifft der Leonardo da Vinci auf den European Business School-Absolventen?

    Marco Winzer: Das ist tatsächlich eine wichtige Frage. Ich selbst setze mich sehr dafür ein, dass der Austausch zwischen den klassischen Unternehmerschmieden und den eher an naturwissenschaftlicher Forschung ausgerichteten Universitäten noch viel mehr forciert wird. Aber wir beim HTGF sind natürlich auch dazu da, den Business Case zu analysieren und festzustellen, wen es noch im Team braucht. Und da können wir dann auch auf ein sehr breites Netzwerk zurückgreifen und entsprechend vernetzen und miteinander bekannt machen. Die Entscheidung aber, mit wem er gründet, die fällt der Gründer natürlich selbst.

    Kannst du ein Beispiel aus eurem Portfolio nennen, wo da Vinci und Unternehmer zusammengefunden haben?

    Marco Winzer: Ich habe auf einer Veranstaltung der Universität Leipzig eine Tiermedizinerin kennengelernt, die mir von ihrer Idee erzählt hatte. Ich habe sie damals ermutigt, weiterzumachen. Solche Gespräche führe ich oft und ich gehe dabei nicht davon aus, 6 Monate später immer direkt einen Business Plan vorliegen zu haben. In diesem Fall kam der Business Plan aber nach zwölf Monaten – in der Zwischenzeit hatte sich die Tiermedizinerin mit zwei Personen von der Handelshochschule Leipzig aus dem Entrepreneurship Studiengang zusammengetan. Nochmal zwei Monate später hatten sie die Finanzierung von uns in der Tasche.

    Danke, Marco!

  3. JUGEND GRÜNDET HTGF Sonderpreis Hightech

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    Schülerteam aus Sasbach wird beim JUGEND GRÜNDET Bundesfinale 2020 mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) Sonderpreis High-Tech ausgezeichnet

    • Über 4.000 Teilnehmende im Wettbewerbsjahr 2019/2020
    • Schülerteam der Heimschule Lender in Sasbach erhält Sonderpreis

    Sie wollen Unternehmen der Logistikbranche das Beladen ihrer Fahrzeuge erleichtern und erreichen, dass nahezu jedes Fahrzeug während des Transports voll beladen ist. Mit diesen Visionen vor Augen haben Benjamin Haas, Lucas Wiedemer, Mika Schmid, Jeremias Decker und Lucas Herrmann von der Heimschule Lender im Rahmen des Wettbewerbs JUGEND GRÜNDET einen Businessplan erarbeitet. Am Freitag wurden sie im Rahmen der Siegerehrung beim JUGEND GRÜNDET Bundesfinale 2020 für ihre Geschäftsidee mit dem High-Tech Gründerfonds Sonderpreis High-Tech ausgezeichnet. Mit ihrem Businessplan gehörten sie zu den besten von 4.117 Teilnehmenden, die 783 Geschäftsideen im Wettbewerbsjahr 2019/2020 eingereicht hatten. Das Bundesfinale wurde am 18. und 19. Juni 2020 als Zukunftsgründermesse ausgetragen, zum ersten Mal in der 17-jährigen Geschichte des Wettbewerbs rein virtuell.

    Als Team „spaceLoad“ entwickelten die Schüler ihre Geschäftsidee für eine Logistik-Software zum intelligenten Beladen von Transportfahrzeugen: Pakete sollen über Sensoren optisch erfasst, die ideale Beladung berechnet und über Bildschirme angezeigt werden. Während des Wettbewerbs wurden sie von Wolfram Ehmann (Lehrkraft an der Lenderschule) begleitet, der bereits mehrfach erfolgreich Schülerteams im Wettbewerb JUGEND GRÜNDET betreut hat.

    SpaceLoad würde ein wesentliches und wachsendes Problem im Delivery Space lösen und das in einem Markt mit starkem Wachstum. Die Anzahl von Lieferungen in allen Sektoren steigt kontinuierlich und der Bedarf von nachhaltigen Lösungen ist enorm. Auch wenn große Paketdienstleister bereits eigene Lösungen für dieses Problem aufgebaut haben, könnten die Hardware- und Software-Produkte von spaceLoad andere Unternehmen dabei unterstützen, ebenfalls effizient und nachhaltig Delivery Services anzubieten.

    Lucille Bonnet, Principal, und Axel Nitsch, Senior Investment Manager des HTGF

    Das kann gerade in Zeiten von Corona für kleine Unternehmen einen entscheidenden Vorteil bringen.

    Lucille Bonnet, Principal, und Axel Nitsch, Senior Investment Manager des HTGF

    Der Preis ist ein Workshop zum Thema „Vom Businessplan zum eigenen Startup“ an der Schule für die gesamte Klasse des Siegerteams, den Lucille Bonnet und Axel Nitsch gemeinsam leiten werden. Darauf freuen sie sich bereits.

    Rund 4.000 Schülerinnen, Schüler und Auszubildende waren ein im Rahmen des Wettbewerbs JUGEND GRÜNDET ein Jahr lang in die Rolle von Start-up Gründern geschlüpft, haben innovative Geschäftsideen entwickelt und Businesspläne dafür erstellt. Im zweiten Schulhalbjahr erlebten sie mit ihren virtuellen Unternehmen die Höhen und Tiefen der Konjunktur und versuchten mit strategischen Entscheidungen ihr Unternehmen möglichst nachhaltig zum Erfolg zu führen.

    Es war alles dabei. Und alle Ideen gemeinsam haben den Wunsch unsere Zukunft zu gestalten, mit den Potentialen und Möglichkeiten, die uns gegeben sind, aber auch mit dem Anspruch an uns als Gesellschaft, eine Welt zu hinterlassen, die lebenswert bleibt.

    Projektleiterin Franziska Metzbaur

    Dieses Gefühl: Wir können etwas verändern, wir können den Gang der Welt beeinflussen, das wünsche ich mir persönlich, dass ihr es für immer behaltet. Denn das ist so! Ihr könnt die Welt und die Zukunft mitgestalten. Man muss es nur einfach tun, einfach versuchen. In diesem Sinne: Nutzt die Chancen, die euch gegeben werden und überlegt, wie ihr wollt, dass eure Zukunft aussieht. Genauso eigentlich, wie jetzt bei eurer Wettbewerbsteilnahme. Und dann macht es einfach!

    Projektleiterin Franziska Metzbaur

    Andreas Haffner, Vorstand Personal, Porsche AG, zollte in einem Grußwort seinen Respekt auch all jenen, die nicht auf dem Siegertreppchen gelandet sind: „Durch die Teilnahme haben Sie wertvolle Erfahrungen gesammelt“. Haffner lobte die Kreativität und das Durchhaltevermögen der Finalisten, die sich gegen Tausende anderer Teilnehmer durchgesetzt haben.

    Abschluss und Höhepunkt des Wettbewerbsjahres ist das Bundesfinale. Bei der dortigen Siegerehrung wurde das Team KomPot GmbH von Canisius Kolleg Berlin von der JUGEND GRÜNDET-Jury auf Platz 1 gewählt.

    Neben dem Team aus Berlin hatten sich Schülerteams aus Hessen (Bebra, Geisenheim), Baden-Württemberg (Achern, Konstanz, Bruchsal), Nordrhein-Westfalen (Meschede), Bayern (Erding) und Schleswig-Holstein (Güby) für das Bundesfinale qualifiziert. Die Finalisten und ihre Geschäftsideen sowie der Livestream der Siegerehrung wurden auf der Seite www.jugend-gruendet.de veröffentlicht. Im Rahmenprogramm zu sehen sind dort ein Impuls von Karim Mustaghni, Director Kairos Society, zu „Kreativität – Schlüsselfaktor für die Zukunft“, kurze Einblicke in die Projektarbeit in der Ausbildung bei Porsche sowie ein Talk mit Andreas Haffner, Mitglied des Vorstands der Porsche AG, Dr. Danyal Bayaz, MdB, Start-up-Beauftragter von Bündnis 90/Die Grünen, und Daniel Jung, Mathe-You Tube-Star, zum Thema: „Einer für alle, alle für einen 4.0“ – Digitales Lernen und Bildungsgerechtigkeit“.

    Sponsoren und Förderer JUGEND GRÜNDET wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht auf der Liste der von der Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlenen Schülerwettbewerbe.

    Eine Reihe namhafter Förderer unterstützt bei der Bekanntmachung des Wettbewerbs, bei den Preisen sowie bei den Events. Hauptsponsor ist Porsche. Für Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs ist das Pforzheimer Steinbeis-Innovationszentrum verantwortlich.

    Ihre Ansprechpartnerin für Fragen:
    Birgit Metzbaur | JUGEND GRÜNDET im SIZ, Blücherstr. 32, 75177 Pforzheim
    Tel.: 07231-42446-27, mobil 0151-14826489, metzbaur@szue.de

    Über den High-Tech Gründerfonds Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.600 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

    Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen. Unsere Fondsinvestoren

    Kontakt High-Tech Gründerfonds Management GmbH Stefanie Grüter, Head of Marketing & Communications T.: +49 228 82300 188 s.grueter@htgf.de

  4. Über einen Exit in der Corona-Krise und warum die frühzeitige Professionalisierung im Startup-Sektor essentiell ist

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    Über einen Exit in der Corona-Krise und warum die frühzeitige Professionalisierung im Startup-Sektor essentiell ist

    Dennis Schmoltzi, Founder & CEO von Emma, und HTGF-Partnerin Tanja Emmerling über die Bedeutung eines guten Netzwerks im Startup-Ökosystem und wie es ist, inmitten einer weltweiten Wirtschaftskrise einen erfolgreichen Exit über die Bühne zu bringen.


    Tanja, Dennis – die Geschichte, um die es jetzt gehen soll, ist ja durch und durch eine Erfolgsstory, oder?

    Tanja: Absolut. Dabei lag das am Anfang auf den ersten Blick gar nicht so nah. Ein High-Tech-Investor investiert in ein Matratzen-Startup? Und jetzt legen wir gemeinsam einen Verkauf während einer der größten Wirtschaftskrisen hin. 

    Wie habt ihr damals überhaupt zusammengefunden? 

    Dennis: Wir hatten bei der Kapitalsuche festgestellt, dass es schwierig ist einen Investor zu finden, der unser Mindset teilt. Denn den meisten Geldgebern geht es darum, in kürzester Zeit ein Unicorn aufzubauen, alles andere wird dabei vernachlässigt. Wir aber wollten nicht einfach unprofitabel Reichweite kaufen und hoffen, dass unser Geschäft irgendwann einmal verlustreich durch die Decke geht. Wir haben von Anfang an die Weichen auf profitables Wachstum gestellt und das entsprach  zum Glück auch der Einstellung des HTGF. Hinzu kommt: Der HTGF hat unseren Ansatz und den Kern des Unternehmens verstanden, sich eng mit uns als Gründern ausgetauscht und das breite Netzwerk zu anderen Investoren geöffnet, all das hat uns überzeugt. 

    Tanja: Das Intro zu Dennis kam über den CEO eines unserer erfolgreichen Portfolio-Unternehmen, Mister Spex. Hier zeigte sich mal wieder, wie wertvoll gute Netzwerke sind. Gute Gründer kennen meist andere erfolgreiche Gründer und können auch fachlich eine wertvolle Referenz sein. Obwohl ein Matratzen-Startup auf den ersten Blick nicht wirklich in unser Portfolio zu passen schien, lohnte sich der Blick hinter die Plattform auf Technologie und Marktangang und natürlich ein Kennenlernen der Gründer – was wieder beweist, dass unser Netzwerk sich gegenseitig befruchtet. 

    Was hat dich denn am Ende überzeugt an Emma, Tanja? 

    Tanja: Das Gründerteam– sowieso der wichtigste Faktor bei einem potentiellen Investment. Das Set-up in Fachkompetenz und Execution war einfach einzigartig und der Vibe hat gestimmt. Die beiden haben voll und ganz an das Geschäft geglaubt und haben alles in die eigenen Anteile investiert. Dabei sind sie trotzdem flexibel geblieben, haben ihr Modell konsequent weiterentwickelt und waren auch bereit einen Pivot hinzulegen, wenn der eingeschlagene Weg einmal nicht funktioniert hat,  von der digitalen Beratung und dem Vertrieb fremder Anbieter hin zu dem Aufbau einer eigenen Marke und eigenen Produkten. Es ging von Anfang an nicht um „viel Kapital schafft viel Reichweite“, sondern um kompromisslos profitables und effizientes Wachstum. Das hat sich am Ende ausgezahlt.

    Dennis: Wir hatten damals bereits 2 Jahre nur mit unserem eigenen Geld gewirtschaftet und es ging uns darum, ein sauberes Geschäftsmodell auf die Beine zu stellen, das in sich funktioniert. Dabei hat uns der HTGF geholfen. 

    Wie denn? 

    Dennis: Durch Professionalisierung. Ich weiß noch wie Tanja damals meinte, wir müssten attestierte Abschlüsse einführen, sonst würde uns das bei einem späteren Exit auf die Füße fallen. Und wir dachten damals, wir sind doch so klein, wir brauchen das nicht. Dann haben wir aber 2015 doch damit angefangen und siehe da – bei dem Abschluss jetzt mit Haniel war das essentiell. 

    Tanja: Haniel kennt das Startup-Ökosystem gut, das Unternehmen ist ja auch beim HTGF als Fonds-Investor aktiv, darum freue ich mich sehr über die Netzwerkeffekte hier. Die Gefahr ist oft, dass es zu einem ziemlichen culture clash kommt, wenn Konzerne und Startup-Welt aufeinandertreffen. Das kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit auch behindern, wenn auf Konzernseite zum Beispiel das Gefühl vorherrscht, da müsse man jetzt erstmal aufräumen und konzernkonforme Standards einführen. Darum ist die Professionalisierung, die Dennis eben angesprochen hat, so wichtig. Gerade bei einem Startup, das in nur 7 Jahren so rasant gewachsen ist wie Emma mit 22 aktiven Märkten und 350 Mitarbeitern –  das klappt nur, wenn Gründern und Investoren bewusst ist, wie man eine Organisation ab der Stunde null wachstumsfähig aufstellt.

    Dennis: Absolut. Sonst ist bei einem solchen Deal, wie wir ihn jetzt mit Haniel hatten, auch keine Augenhöhe möglich. Und diese ist uns wiederum extrem wichtig, damit wir auch weiterhin mit Investoren einen partnerschaftlichen Umgang haben. 

    Nachdem ihr nun so lange so eng verbunden gewesen seid und sich eure Wege jetzt trennen: Werdet ihr euch weiterhin regelmäßig austauschen?

    Dennis: Ja, da bin ich ziemlich sicher. Das Ökosystem, in dem wir uns bewegen, basiert auf einem ständigen Geben und Nehmen und viel Kommunikation. Und das bleibt wichtig, egal ob man wirtschaftlich miteinander verbunden ist, oder nicht.

    Tanja: Mein großes Ziel ist es, dass unsere ehemaligen Gründer als unsere Fondsinvestoren irgendwann zu uns zurückkommen! Also, Dennis, ich werde sicher mit einem Pitchdeck mal vorbeikommen.

    Vielen Dank für eure Zeit, Dennis und Tanja!

  5. HTGF Exit incapptic Connect

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    Dritter erfolgreicher Exit für den High-Tech Gründerfonds während der Covid-19 Pandemie – incapptic Connect wird Teil der MobileIron-Familie

    Der erfolgreiche Exit eines HTGF-Portfoliounternehmens während der Covid-19-Pandemie zeigt, dass innovative, technologieorientierte Startup-Unternehmen aus Deutschland funktionieren und attraktive M&A-Ziele werden können. MobileIron (NASDAQ:MOBL) ein Mobile Security Unternehmen mit Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien, USA, übernimmt  incapptic Connect, ein Unternehmen mit Sitz in Berlin, das zu den führenden Anbietern von Software zur automatisierten Veröffentlichung von Business-Apps gehört.  

    Mit unserer ersten Investition 2016 konnte incapptic Connect den Product-Market-Fit ihrer innovativen Software unter Beweis stellen,

    sagt Louis Heinz, Investment Manager des HTGF.

    MobileIron ist der ideale Partner für incapptic Connect. Wir sind glücklich und sehr zuversichtlich, dass sie nun gemeinsam weltweit skalieren können.

    Die Integration von incapptic Connect in die Unified Endpoint Management (UEM)-Plattform von MobileIron ermöglicht die schnelle Entwicklung, Bereitstellung und Sicherung von unternehmensinternen Apps, was zu erhöhter Produktivität und Geschäftsinnovation führt.

    Die Übernahme hebt unsere auch bisher sehr erfolgreiche Zusammenarbeit auf die nächste Ebene,

    sagt Dr. Rafael Kobylinski, Gründer von incapptic Connect.

    Wir sind begeistert von der Möglichkeit, MobileIrons globale Go-to-Market-Fähigkeiten zu nutzen, um noch mehr Kunden helfen zu können. Wir können es kaum erwarten, loszulegen!

    Es ist der 113ste Exit eines HTGF-Portfoliounternehmens und der dritte (Metoda, Emma, incapptic Connect) während der Covid-19-Pandemie. Markus Kressmann, Partner des HTGF, fasst die aktuelle Situation zusammen:

    Natürlich ist es in der jetzigen Krise für Startups schwierig, wirtschaftlich attraktive Wachstumsfinanzierungen oder Exits zu realisieren. Aber exzellent aufgestellte Technologie-Unternehmen können es auch jetzt schaffen. Das zeigt dieser transatlantische Exit. Wir vom HTGF freuen uns sehr über diesen Erfolg.

    Über incapptic Connect Mit der incapptic Connect Software werden Apps weltweit führender Unternehmen schneller weiterentwickelt und bereitgestellt. Die Lösung ersetzt den manuellen und fehleranfälligen Release-Prozess, so dass die Apps schon wenige Minuten nach Freigabe genutzt werden können. Auf diese Weise haben die Unternehmen jederzeit Kontrolle über ihr App-Portfolio, sparen sich hohe Personalkosten und verkürzen den Time-to-Market – wodurch Sie Zeit gewinnen, ihren Einfallsreichtum auszuschöpfen und geniale App-Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.  incapptic Connect wurde 2016 von Dr. Rafael Kobylinski gegründet. Die Software wird von Unternehmen eingesetzt, die ihre digitalen Arbeitsplätze optimal ausstatten wollen. Das Kundenspektrum reicht von großen Mittelständlern bis zu DAX-Konzernen.   Kontakt Medien Martin Stummer / Maximilian Koob HBI Helga Bailey GmbH – International PR & MarCom mobileiron@hbi.de +49 89-99 38 87-34 /-47

    Über High-Tech Gründerfonds Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,5 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.600 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft. Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen. Unsere Fondsinvestoren https://www.htgf.de/de/ Kontakt High-Tech Gründerfonds Louis Heinz, Investment Manager T.: +49 (0)30 4036648 – 28 l.heinz@htgf.de

  6. HTGF Exit Bettzeit GmbH

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    Weiterer Meilenstein in der Transformation: Emma wird Teil der Haniel Gruppe

    Hier geht es zur Pressemitteilung.

  7. Warum wir mehr Investitionsvielfalt im Life Sciences Bereich brauchen, um Krisen wie die jetzige bewältigen zu können

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    Warum wir mehr Investitionsvielfalt im Life Sciences Bereich brauchen, um Krisen wie die jetzige bewältigen zu können

    Dr. Bernd Goergen ist seit zwölf Jahren beim High-Tech-Gründerfonds. Der Partner ist Experte im Bereich Life Sciences. Zu seinem Portfolio gehört auch PEPperPRINT, ein Heidelberger Startup, das wertvolle Dienste im Kampf gegen Corona leistet. Ein Gespräch über Life-Sciences-Startups, Pharma-Innovationen und die Wichtigkeit langfristiger Investment-Strategien.


    Bernd, wie unterstützt euer Portfolio-Unternehmen PEPperPRINT im Kampf gegen Corona?

    PEPperPRINT liefert ein Werkzeug, um schnell und einfach jedes denkbare Protein in winzigen Bruchstücken direkt auf kleinen Objektträgern, also Chips, zu synthetisieren. Dies erfolgt über ein Laser-Druckverfahren. Anstelle von Farben werden die kleinsten Einheiten eines Proteins, die sogenannten Aminosäuren, hintereinander auf die Oberfläche aufgebracht und miteinander zu Ketten verbunden. Dies gilt natürlich auch für Viren wie jetzt SARS-CoV-2. So können Forscher das gesamte Virusproteom auf einem Chip zusammen mit Patientenproben analysieren und damit einen immunologischen Fingerabdruck erstellen.

    Wozu ist das gut?

    Damit lässt sich zum Beispiel untersuchen, gegen welche Protein-Bausteine des Virus das Immunsystem der Infizierten Antikörper bildet, wie sich Infizierten-Gruppen immunologisch unterscheiden und wo ein Impfstoff am besten ansetzen kann. Das erste Batch dieses sogenannten 2019-nCoV-Peptidmicroarrays war darum innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Die Mitarbeiter von PEPperPRINT arbeiten nun seit Wochen auf Hochtouren, um den Bedarf decken zu können.

    Die aktuelle Krise einmal außen vor, wie geht es der Startup-Branche im Bereich Life Sciences insgesamt?

    Das Investitionsangebot ist stark gestiegen. Das sieht man auch bei den Pharmaunternehmen selbst, die sich entweder direkt über Entwicklungskooperationen oder über Corporate Venturing immer mehr an entsprechenden Biopharma-Startups beteiligen. Seit dem Platzen der Startup-Blase Anfang des Jahrtausends ist hierzulande noch nie so viel Geld in frühphasige Life Sciences Unternehmungen geflossen wie zuletzt.

    Was sind die wichtigen Trends?

    Die Produktentwicklung im Life-Sciences-Bereich, insbesondere bei Medikamenten, ist zum Teil extrem lang. Wir müssen oft antizipieren, was in den nächsten acht bis zwölf Jahren gebraucht und auch weiterfinanziert wird. Darum setzen wir beim HTGF nicht nur auf aktuelle Trends. Sich nur auf ein Indikationsgebiet oder eine Life Sciences Subbranche zu konzentrieren, wäre für einen Seed-Fonds wie uns schlichtweg fahrlässig. Es entspräche auch nicht dem Mandat unserer Investoren. Für unsere Investitionsentscheidung ist ausschlaggebend: eine innovative, schützbare Technologiebasis, ein plausibles Geschäftsmodell und ein Team mit der Kenntnis und dem Drive das Projekt voran zu bringen. Aber es geht auch um die nachhaltige Bedeutung der von uns finanzierten Unternehmen.

    Was meinst du damit?

    Mit unserem breiten Investitionsansatz können wir Entwicklungen und Trends, die vielleicht noch nicht unmittelbar sichtbar sind, nachhaltig anschieben. Anti-Infektiva sind dafür ein gutes Beispiel. Der Bereich wirkte in den vergangenen Jahren für viele vielleicht auf den ersten Blick nicht so lukrativ wie beispielsweise die Onkologie. Die aktuelle Krise zeigt etwas anderes! Ich kann andere Investoren nur einladen, gemeinsam mit uns auch in diese vermeintlichen Nischen-Sparten zu investieren, es lohnt sich. Genau diese Startups sind es am Ende vielleicht, die in Krisen wie jetzt sehr wichtig werden.

    Hast du dafür noch weitere Beispiele?

    Ich kann zumindest zeigen, wie Startups aus unserem Portfolio Innovationen in verschiedensten Bereichen vorantreiben, die jetzt in der Corona-Krise stark beansprucht werden: Das Startup Reactive Robotics hat ein Bett entwickelt, das es ermöglicht, Intensiv-Patienten frühzeitig und aufrecht zu mobilisieren, um so verschiedene Muskelgruppen und den Kreislauf stärker zu aktivieren. Dadurch verkürzt sich insgesamt die Liegezeit auf der Intensivstation um bis zu 20 Prozent. Das spart Kliniken Zeit, Personal und letztlich Geld.

    Habt ihr auch Unternehmen im Portfolio, die mit an Therapien arbeiten?

    Klar, zum Beispiel Atriva. Das Unternehmen forscht an einem Therapeutikum gegen virus-induzierte Atemwegserkrankungen. Das Team arbeitet nun schon seit einigen Wochen mit dem aktuellen Corona-Virus, die ersten Tests sind wohl gut gelaufen. Ich drücke auf jeden Fall allen Teams weltweit die Daumen, die gerade gegen Covid-19 kämpfen.

    Als Experte für den Life-Sciences-Bereich bist du vor allem fachlich aktuell stark involviert. Zum Abschluss aber noch eine persönliche Frage – was ist dein größtes Learning aus dieser Krisenzeit?

    Mit ein bisschen Glück erkennt der Mensch nun, dass globale Probleme nur gemeinsam gelöst werden können. Und müssen. Epidemien sind nur eine Sorte davon.

  8. HTGF Investment Arioso Systems

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    Arioso Systems schließt Venture Capital Seed-Finanzierungsrunde –
    Revolutionäre Mikro-Lautsprecher Technologie bereitet den Markteintritt vor

    Arioso Systems GmbH, Anbieter einer disruptiven neuen Mikro Lautsprecher-Technologie, gibt den Abschluss seiner ersten Finanzierungsrunde bekannt. Die 2,6M€ große Seed-Finanzierungsrunde wird angeführt von Brandenburg Kapital aus Potsdam, Tochterunternehmen der Brandenburger Förderbank ILB, und weiter unterstützt vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), dem Technologiegründerfonds Sachsen  (Dresden) und Business Angeln.

    Arioso Systems hat es sich zum Ziel gesetzt, eine neue Generation siliziumchipbasierter Mikrolautsprecher auf den Markt zu bringen, welche als Komponenten in intelligenten drahtlosen In-Ohr-Kopfhörern und in Hörgeräten eingesetzt werden. Die technologische Besonderheit ist ein neuartiges Schallwandlerprinzip für besonders kleine und leistungseffiziente Lautsprecher. Die Arioso Systems Technologie beruht auf der CMOS-Technologie, dem mit großem Abstand weltweit führenden Herstellungsverfahren für mikroelektromechanische (MEMS) Chips. Damit ist die Arioso Systems Technologie leichter als Konkurrenztechnologien skalierbar und für Großserien besonders attraktiv.

    Die neue Bauart zeichnet sich durch ihr geringes Volumen (wenige mm³), geringes Gewicht und hohe Leistungseffizienz aus. Sie eignet sich dadurch perfekt für drahtlose In Ohr Kopfhörer, die zahllose sprachgesteuerte Internetdienste, wie zum Beispiel „Alexa“ auch ohne den Umweg über ein Mobiltelefon zur Verfügung stellen können (Hearables). Denkbar sind zum Beispiel Anwendungen für Instant Übersetzungen in einem laufenden Gespräch, sodass die Kommunikation von Chinesisch zu Deutsch in Echtzeit ermöglicht wird.

    Arioso Systems ist eine Ausgründung des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden. Die Rechte zur wirtschaftlichen Nutzung der zugrundeliegenden Technologie in Audioanwendungen wurden von der Fraunhofer-Gesellschaft exklusiv an die Arioso Systems GmbH lizensiert.

    Dr. Hermann Schenk, leitender Geschäftsführer der Arioso Systems GmbH, kommentierte:

    Das Marktinteresse an der Arioso Systems-Technologie ist bereits jetzt enorm.  Die CMOS-basierten µLautsprecher von Arioso Systems ermöglichen völlig neue Designkonzepte und Wertschöpfungsketten. Das hat die Industrie klar erkannt. Jetzt kommt es für Arioso Systems darauf an, schnellstmöglich die Marktreife zu erlangen.

    Dr. Jan Blochwitz-Nimoth, Ko-Geschäftsführer, ergänzte:

    Mit diesen Mitteln können wir die Arioso Systems jetzt schnell aufbauen und effizient unsere Kunden unterstützen, unsere neue Technologie in Ihre Audio-Geräte zu integrieren. Außerdem werden wir mit unseren Mitteln die weitere Entwicklung am Fraunhofer IPMS unterstützen.

    Prof. Ralf B. Wehrspohn, Fraunhofer-Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle, erklärte weiterführend:

    Kernelement bei der Entwicklung innovativer Durchbrüche made in Germany ist der effektive und schnelle Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Hier stellen Ausgründungen eine wichtige Wertschöpfungsbrücke zwischen Forschung und Wirtschaft dar. Aus diesem Grund ist dieser Transferweg auch integraler Bestandteil der Verwertungsaktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Fraunhofer-Zukunftsstiftung, die Innovation und Beschäftigung am Standort Deutschland über die Finanzierung von Forschung an Fraunhofer-Instituten stärkt – und auch das Projekt von Arioso umfassend unterstützt. In diesem Sinne freue ich mich besonders, dass sich mit Arioso Systems ein weiteres junges High-Tech-Unternehmen mit Fraunhofer-Wurzeln aufmacht, aktiv neue Technologien in den Markt zu bringen und kundenfokussiert weiterzuentwickeln.

    Dr. Torsten Fiegler, Investment Manager bei Brandenburg Kapital, betont,

    dass die kleinen und intelligenten Lautsprecher von Arioso Systems einen wichtigen Katalysator für die schnell wachsenden Internet-of-Voice-Dienste darstellen. Das Fabless-Geschäftsmodell gepaart mit einer patentierten Technologieplattform und einem industrieerfahrenem Gründerteam hat die besten Voraussetzungen erfolgreich durchzustarten.

    Über Arioso Systems GmbH
    Arioso Systems GmbH, ein Spin-off des Fraunhofer-IPMS in Dresden, entwickelt und vermarktet eine neue disruptive µLautsprecher-Technologie basierend auf Silizium-MEMs (Micro-Electro-Mechanical-Systems). Damit unterstützt Arioso Systems den schnell wachsenden Markt der In-Ohr-Kopfhörer und Hearables. Die Technologie der Arioso Systems ermöglicht eine schnelle Skalierung in den Massenmarkt und für die Kunden der Arioso Systems die Verwendung kleinster Volumina im Gerät, sowie beste elektrische Effizienz bei gleichzeitig bester Sound-Qualität.
    www.arioso-systems.com

    Über Brandenburg Kapital GmbH / Investitionsbank des Landes Brandenburg
    Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) managt verschiedene Beteiligungsfonds, die wachstums- und innovationsorientierte Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Brandenburg finanzieren. Die Fondsmittel für den im Auftrag des Brandenburger Wirtschaftsministeriums errichteten Frühphasen- und Wachstumsfonds der Brandenburg Kapital werden aktuell aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und aus Eigenmitteln der ILB bereitgestellt. Durch die Beteiligungsaktivitäten der ILB wurden bisher 215 Unternehmen mit rund 235 Millionen Euro auf ihrem Wachstumskurs begleitet. Rund 8.400 moderne Arbeitsplätze sind entstanden beziehungsweise wurden gesichert. Die von der ILB betreuten Fonds decken das gesamte Spektrum von der Venture Capital-Finanzierung in der Unternehmensgründung und frühen Wachstumsphase bis hin zur Mezzanine-Finanzierung für etablierte mittelständische Unternehmen ab. Zusätzlich investierten Privat-Investoren bisher mehr als 450 Millionen Euro in die Unternehmen.
    www.brandenburg-kapital.de

    Über den Technologiegründerfonds Sachsen
    Der TGFS ist ein Risikokapitalfonds, der durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert ist. Er beteiligt sich durch die Investition von Eigenkapital und/oder eigenkapitalähnlichen Mitteln an jungen, technologieorientierten Unternehmen, die die Kriterien der EU-Kommission für kleine und mittlere Unternehmen erfüllen und ihren Sitz in Sachsen haben.
    www.tgfs.de

    Über Fraunhofer
    Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 74 Institute und Forschungseinrichtungen. Rund 28 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Davon fallen 2,3 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung.
    www.fraunhofer.de

    Über Fraunhofer Venture
    Für die Ausgründungen und Beteiligungen hat Fraunhofer mit den Aktivitäten von Fraunhofer Venture ein nachhaltiges Programm für Unterstützung, Gründung und Beteiligung von jungen High Tech Startups aus den Fraunhofer Instituten etabliert.
    www.fraunhoferventure.de

    Über den High-Tech-Gründerfonds
    Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,4 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.500 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.
    Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen.
    www.htgf.de/de

    Kontakt
    High-Tech Gründerfonds
    Dr. Olaf Joeressen, Investment Manager
    T.: +49 228 82300 – 157
    o.joeressen@htgf.de

  9. LiDAR Start-up Blickfeld schließt Series-A-Finanzierung unter Beteiligung von Continental und Wachstumsfonds Bayern ab

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    LiDAR Start-up Blickfeld schließt Series-A-Finanzierung unter Beteiligung von Continental und Wachstumsfonds Bayern ab

    Das Münchener LiDAR Start-up Blickfeld hat seine Series-A-Finanzierung abgeschlossen. Die Venture Capital Einheit von Continental führt die Finanzierungsrunde zusammen mit dem Wachstumsfonds Bayern, der von Bayern Kapital verwaltet wird, an. Auch die bestehenden Investoren Fluxunit – OSRAM Ventures, High-Tech Gründerfonds, TEV (Tengelmann Ventures) und Unternehmertum Venture Capital Partners bekräftigen ihr Engagement. Blickfeld plant, die neuen finanziellen Mittel für das Hochfahren der Serienproduktion, die Qualifizierung ihrer LiDAR-Sensoren für den Automobilmarkt sowie die Stärkung der Anwendungsentwicklung und des Vertriebs für industrielle Märkte einzusetzen.

    Blickfeld entwickelt und produziert LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren und Software für die Umfelderfassung. Der von Blickfeld entwickelte Solid-State-Sensor liefert hochauflösende, dreidimensionale Umgebungsdaten und sticht durch seine hohe Leistung selbst bei widrigen Umweltbedingungen sowie seine kleine Baugröße hervor. Blickfelds patentierte Technologie ist besonders vorteilhaft bezüglich ihrer Industrialisierbarkeit und ermöglicht eine hochautomatisierte Produktion der Geräte, sodass das Unternehmen den automobilen Massenmarkt bedienen kann. Die Sensoren finden unter anderem im autonomen Fahren sowie in Smart City-, Industrie- und Security-Lösungen Verwendung.

    Die Series-A-Finanzierung ermöglicht Blickfeld das Hochfahren der Serienproduktion.

    Die Sicherheit autonomer Fahrzeuge basiert auf LiDAR-Sensorik. Wir sehen uns hier einmalig positioniert, da sich unsere Technologie durch Massenmarktfähigkeit und Industrialisierbarkeit abhebt,

    so Blickfeld-Mitgründer Florian Petit.

    Doch der Mobility-Bereich ist nicht das einzige Einsatzgebiet für unsere LiDAR-Sensoren und Erkennungssoftware: Zahlreiche weitere erfolgreiche Kundenprojekte in der Logistik, Smart City oder Security bestätigen unseren Ansatz ebenso wie das finanzielle Engagement der Venture Capital Einheit von Continental, Bayern Kapital und unserer bisherigen Investoren. Wir freuen uns, nun die nächsten Schritte in den Serieneinsatz zu gehen.

    Nils Berkemeyer, Venture Capital Manager bei Continental, erklärt:

    Mit einem sektorübergreifenden Nutzenversprechen, i.e. Zuverlässigkeit, Leistungsstärke und Skalierbarkeit, adressiert Blickfeld neben dem Automotive Bereich gleich mehrere Wachstumsmärkte. Besonders beeindruckend ist dabei die fortgeschrittene Technologiereife, die das Team in sehr kurzer Zeit erreicht hat. Mit der Unterstützung von starken Venture-Capital-Investoren und Branchenexperten ist Blickfeld nun bestens positioniert, um sich weltweit als Schlüsselanbieter für optische Sensorik zu etablieren.

    Das von Dr. Mathias Müller, Dr. sc. Florian Petit und Rolf Wojtech gegründete Start-up Blickfeld ist in seinem dreijährigen Bestehen auf ein Team von inzwischen über 100 Personen gewachsen. In den nächsten Monaten soll insbesondere das Anwendungsentwicklungs- und Vertriebsteam weiter ausgebaut werden, damit das Unternehmen neben dem Automobilmarkt auch verstärkt Potentiale in Industrieanwendungen verfolgen kann. Zudem wird sich das Blickfeld-Team in der kommenden Zeit auf die Qualifizierung der Kernkomponenten seines LiDAR-Sensors für den Automobilmarkt konzentrieren und die Produktion weiter ausbauen.

    Über Blickfeld
    Blickfeld, 2017 in München gegründet, ist ein Anbieter von 3D LiDAR-Produkten für autonome Fahrzeuge und IoT-Anwendungen. Die Blickfeld LiDAR-Produkte erfüllen höchste Leistungsanforderungen im Hinblick auf Leistung, Kosten und Größe, die für den Massenmarkt erforderlich sind. Das Unternehmen wird finanziell unterstützt von Continental, Bayern Kapital, Fluxunit – OSRAM Ventures, TEV (Tengelmann Ventures), High-Tech Gründerfonds und Unternehmertum Venture Capital Partners.
    www.blickfeld.com/de

    Pressekontakt
    Ricarda Dietrich
    Marketing & Communications
    +49 89 230 69 35-51
    ricarda.dietrich@blickfeld.com

    Über Bayern Kapital
    Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit elf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 385 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 310 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 275 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern über 7.500 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden.
    www.bayernkapital.de

    Über Fluxunit – OSRAM Ventures 
    Die Fluxunit ist die unabhängige Venture Capital Einheit von OSRAM. Aufbauend auf OSRAMs Marktführerrolle investiert die Fluxunit in Start-ups in Zukunftstechnologien, die über OSRAMs Kerngeschäft hinausgehen und das Potenzial mitbringen, neue Anwendungen zu erschließen und Geschäftsmodelle maßgeblich zu verändern. Das Ziel der Fluxunit ist es, Start-ups sowohl durch Kapital als auch durch den Zugang zu OSRAMs Ressourcen und Netzwerk maßgeblich zu unterstützen und so deren Wachstum zu beschleunigen.
    www.fluxunit.de.

    Über Unternehmertum Venture Capital Partners
    Unternehmertum Venture Capital Partners (UVC Partners) ist eine early-stage Venture Capital-Gesellschaft mit Sitz in München und Berlin, die gezielt in technologiebasierte Startups in den Bereichen Industrial Technologies, Enterprise Software und Mobility investiert. Pro Investitionsrunde werden € 0,5 – 3 Mio. investiert und in erfolgreiche Beteiligungen bis zu € 12 Mio. insgesamt.
    Portfoliounternehmen profitieren von der umfangreichen Investitions- und Exiterfahrung des Management Teams und von der engen Zusammenarbeit mit der UnternehmerTUM, dem führenden Innovations- und Gründerzentrum Europas. Mit seinen über 240 Mitarbeitern und mehr als 100 Industriepartnern verfügt die UnternehmerTUM über langjährige Erfahrung beim Aufbau junger Unternehmen. Durch die Partnerschaft kann UVC Partners Startups einen einzigartigen Zugang zu Talenten, Kunden und Partnern bieten. Zum Portfolio gehören Investments wie Blickfeld, Carjump (Free2Move), FlixBus, KONUX, TWAICE und Vimcar.
    www.uvcpartners.com

    Über TEV (Tengelmann Ventures)
    TEV (Tengelmann Ventures) investiert seit 2009 in Start-ups aus den Bereichen Consumer Internet, Digital Services und Emerging Technologies. Mit rund 50 Beteiligungen gehört Tengelmann Ventures zu den bedeutendsten Venture Capital-Investoren in Deutschland, zu den bekanntesten Investments zählen Unternehmen wie Zalando (IPO), Delivery Hero (IPO), Klarna, Scalable Capital und data Artisans.
    www.tev.de

    Über High-Tech Gründerfonds
    Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,4 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.500 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.
    Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die 32 Unternehmen. Unsere Fondsinvestoren
    www.htgf.de/de/

    Kontakt
    High-Tech Gründerfonds
    Lucille Bonnet, Senior Investment Manager
    +49 228 82300 – 134
    l.bonnet@htgf.de

  10. High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital beteiligen sich an virtueller Herzklinik iATROS

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    High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital beteiligen sich an virtueller Herzklinik iATROS

    Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) beteiligt sich zusammen mit den Co-Investoren Bayern Kapital und mehreren Business Angels im Rahmen einer Seed-Finanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro an der iATROS GmbH aus München. Das Digital Health Start-up hat eine Telemedizinlösung entwickelt, die eine datengetriebene Behandlung von Kardiologiepatienten ermöglicht. Damit richtet sich iATROS an Kliniken sowie direkt an Patienten. Mit den Mitteln aus der Seed-Runde sollen der Personalausbau vorangetrieben und die Software weiterentwickelt werden. Der operative Launch ist im Laufe dieses Jahres geplant.

    iATROS wurde 2019 von den beiden Herzspezialisten Prof. Dr. med. Alexander Leber und Dr. med. Georges von Degenfeld sowie von Patrick Palacin, Prof. Wolfram Winter und Jens Schäfer gegründet. Die Entwicklung der Plattform hat das Ziel, Herzpatienten enger und dauerhaft mit ihren medizinischen Versorgern zu verbinden. Kern der Lösung ist die auf einer App basierende, kontinuierliche Arzt-Patienten-Anbindung in Form von digitalen Gesundheitsplänen sowie eine herstellerunabhängige Einbindung von mobilen Gesundheitssensoren (sogenannten Smart Wearables). Dabei werden Gesundheitsdaten der Patienten dauerhaft erfasst, um den Arzt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz bei Diagnostik, Medikamentenplanung und automatisierten Alarmierungen zu unterstützen.

    Über die App werden Herzkranke professionell begleitet und an Messungen oder Medikamenteneinnahmen erinnert. Zudem bietet die App den Patienten die Möglichkeit, ihren Gesundheitsstatus selbst zu beurteilen. In Notfällen können sie sich auf Knopfdruck rund um die Uhr (24/7) an einen Telekardiologen wenden. Die Plattform von iATROS soll dabei helfen, die medizinische Versorgung von Herzpatienten effizienter zu gestalten und Erkrankungen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu verhindern.

    Mit seiner Lösung adressiert iATROS einen der größten Bereiche des deutschen Gesundheitswesens: So verursacht der Bereich Kardiologie rund 16 Prozent der gesamten Gesundheitskosten in Deutschland. Herz-Kreislauferkrankungen sind mit 39 Prozent aller Fälle die häufigste Todesursache. Zudem werden hierzulande jährlich rund 1,7 Mio. Patienten stationär wegen Herz-Kreislaufleiden behandelt.

    Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital, sagt: Die Gesundheitsbranche ist im Vergleich zu anderen Sektoren noch wenig digitalisiert. Hier eröffnet sich in den kommenden Jahren ein großer Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial. Gerade in der Kardiologie bieten digitale Lösungen erhebliche Chancen, um die Therapie und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Das macht die durchdachte Lösung von iATROS so spannend.

    Die iATROS GmbH ist eines der innovativsten Start-ups in der digitalen Medizin. Die Kompetenz der Gründer, die Technologie sowie die Entwicklungspotentiale in diesem Geschäftsfeld haben uns davon überzeugt, zu investieren, sagt Dr. Juri Bach, Investment Manager des HTGF.

    Kontakt Presse
    Anna Bramböck
    Head of Communication
    communication@i-atros.com
    www.i-atros.com

    Über Bayern Kapital
    Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit elf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 385 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 310 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 275 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern über 7.500 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden.
    www.bayernkapital.de

     Kontakt Presse
    IWK Communication Partner
    Benedikt Nesselhauf
    +49. 89. 2000 30-30
    bayernkapital@iwk-cp.com

    Über den High-Tech Gründerfonds
    Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Start-ups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von rund 900 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 fast 600 Start-ups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Start-up-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Unternehmergeist und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Über 2,4 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.500 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds bereits Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

    Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Unternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.
    www.high-tech-gruenderfonds.de/de

    Kontakt
    High-Tech Gründerfonds
    Schlegelstraße 2
    53113 Bonn
    Dr. Juri Bach, Investment Manager
    T.: +49 228  82300  175
    j.bach@htgf.de